Senioren-Werkstatt in neuen Räumen

Von: Karl Stüber
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Wacker im Einsatz: (v.l.) der unermüdliche Günter Waschbüsch, Ehrenvorsitzender der Baesweiler Senioren-Werkstatt, Vorsitzender Erich Heinzer und die „Kameraden“ Herbert Albert sowie Günther Esser. Foto: Stüber

Baesweiler. Erich Heinzer hat sich für den Termin extra „fit spritzen“ lassen und kann sich dennoch nur mühsam bewegen. Aber der Vorsitzende des Vereins Senioren-Werkstatt Baesweiler will natürlich unbedingt dabei sein, wenn seine Initiative offiziell die neuen Räume in der Grengrachtschule in Betrieb nimmt. Einige Mitstreiter und Unterstützer haben sich schließlich angesagt. Und die Kaffeetafel ist reichlich gedeckt.

Trotz der Beschwerden hat Heinzer seinen Humor nicht verloren: „Wir haben schon mal daran gedacht, bei der Senioren-Werkstatt den Zusatz e.V. durch Ü 80 zu ersetzen.“ Die Lacher sind natürlich auf seiner Seite. Aber Heinzer geht damit auf ein heikles Thema ein. Die einst „sehr rüstigen Akteure“ sind im 16. Jahr des Bestehens der Initiative „nur noch rüstig“, wie Bürgermeister Dr. Willi Linkens bedauert.

Er wünscht sich mehr Nachwuchs für den Verein, wenngleich Linkens für sich selbst in Anspruch nimmt, angesichts seiner überschaubaren handwerklichen Fähigkeiten später im Ruhestand besser nicht in der Werkstatt mitzumachen. Das lässt Heinzer nicht gelten. „Da haben schon einige gesagt, sie könnten nichts. Aber das hat sich mit der Zeit gegeben“, würden die „Kameraden“ der Werkstatt gerne ihr handwerkliches Wissen weitergeben, verspricht Heinzer dem Bürgermeister. „Manche haben nach schwerer Krankheit auf Anraten ihres Arztes hier angefangen und haben sich so wieder gut regeneriert.“

Unterstützung verdient die Werkstatt allemal. Die Mitglieder bauen Vogelhäuser, basteln Spielzeug und anderes mehr, um den Verkaufserlös zu spenden. Auf diese Weise sind schon etliche Tausend Euro zusammengekommen, wurden eine Reihe von anderen Initiativen und sozialen Projekten finanziell gefördert. Zudem geben die Senioren ihr Know-how auch gerne an Jüngere, vor allem Kinder weiter. Das war auch schon im bisherigen Quartier, der Friedensschule so, und wird in Kooperation mit dem neuen Domizil in der Grengrachtschule nicht anders sein, wie Bürgermeister Linkens hofft.

Beim Umzug wurde den Helfern selbst Hilfe zuteil. Der städtische Bauhof machte kräftig mit. Aachener Bank, Sparkasse und VR Bank engagierten sich finanziell. Der Umzug war notwendig geworden, weil am langjährigen Standort die Brandschutzauflagen nicht mehr zu erfüllen waren, wie Linkens sagte. Nun steht ein zweiter Fluchtweg in dem Gebäude der Schule, Grengracht 12, zur Verfügung. Die Werkstatt ist ebenerdig gut erreichbar – also ganz seniorengerecht. Wer sich für die Arbeit der Senioren-Werkstatt interessiert, kann gerne dienstags zwischen 14 und 18 Uhr vorbeischauen. Natürlich gibt‘s Kaffee. Auskunft erteilt Erich Heinzer auch unter Telefon 02401/7323.

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