Senatoren der KG „Au Ülle“ feiern stolzes Goldjubiläum

Von: ehg
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VKAG-Präsident Reiner Spiertz (5.v.r.) überreichte Senats-Präsident Harald Matthäus (4.v.l.) unter anderem die Jubiläums-Urkunde: mit dabei (v.l.) die Senatsehrenpräsidenten Albert Cramer und Anton Roufosse, Ülle-Vize-Präsident Winfried Hahn, Ülle-Präsident Achim Mallmann, Ülle-Vizepräsident Marcel Schröder, Senats-Geschäftsführer Gregor Kreutz, Schatzmeister Wolfgang Eichelmann und Ülle-Vizepräsident Ralf Kever. Foto: Sevenich

Würselen. Eine neue Epoche brach im Leben der KG „Au Ülle“ im Jahre 1964 an, als der Senat der Gesellschaft auf Initiative des 1999 verstorbenen Ehrenpräsidenten Heinz Wacker ins Leben gerufen wurde.

Mittlerweile sind fünf Jahrzehnte ins Land gezogen, in denen die „Ülle“ mit tatkräftiger ideeller und materieller Unterstützung der Senatoren ein blühendes gesellschaftliches Leben entfalteten. Auf mannigfache Weise mehrte er in der Vergangenheit das Ansehen der renommierten Gesellschaft. Erstmals in Erscheinung trat der neu gegründete Senat mit Stadtdirektor a. D. Gottfried Heyer an der Spitze am 23. Januar 1965, als der erste „Närrische Grenzlandschild“ an den Nestor des Deutschen Karnevals, Thomas Liessem, verliehen wurde.

Jetzt den goldenen Geburtstag zu feiern, dafür gab es viele gute Gründe. Angestoßen wurde darauf bei einem zwanglos auf dem Vereinsgelände des Tennisclubs Würselen am Wisselsbach veranstalteten Sommerfest. Hochleben ließ Präsident Harald Matthäus vor allem die beiden anwesenden Ehrenpräsidenten, Stadtdirektor a. D. Albert Cramer und Anton Roufosse, der 17 Jahre lang dem Senat seinen Stempel aufdrückte. Beide wurden ob ihrer Verdienste um die Pflege des Brauchtums Karneval mit dem Sonderorden „Närrischer Grenzlandschild“ geehrt.

Bürgermeister Arno Nelles ließ keine Zweifel in seinem Grußwort aufkommen: „50 Jahre Senat sind eine Erfolgsgeschichte!“ Der Senat sei eine feste und bedeutende Größe im gesellschaftlichen Leben der Düvelstadt. Karneval sei mehr als nur Feiern, Karneval sei Pflege des Brauchtums, betonte er. Nelles wünschte dem Senat eine „glänzende Zukunft. Wir als Gesellschaft profitieren davon.“ Es sei gut, wenn wie bei den „Au Ülle“ die Gemeinschaft und damit das Brauchtum Karneval gepflegt werde, schloss sich der Präsident des Karnevalsverbandes Aachener Grenzlandkreise, Reiner Spiertz, an. In Erinnerung rief er nicht zuletzt die 10. Grenzlandbegegnung, die in Verbindung mit der Präsidialtagung des Bundes Deutscher Karneval 1986 in Würselen stattgefunden hatte, „eine Veranstaltung, „wie wir sie in unserem Verbandsgebiet nicht mehr erlebt haben“.

„Wir brauchen die Immobilie nebenan“, rührte Spiertz die Werbetrommel für das Haus des Karnevals an der Balbinastraße, das mit seinen 60.000 Archivalien aus allen Nähten platze. Er überbrachte die Glückwünsche aller 160 dem Verband angeschlossenen Vereine und Gesellschaften, indem er dem „Ülle“-Präsidenten die Ehrenurkunde überreichte. Im Auftrag des Bundes Deutscher Karneval machte er dem Goldjubilar eine Fahnenschleife für die Standarte zum Geschenk. „Wir wollen das Brauchtum Karneval auch in Zukunft gemeinsam pflegen“, dankte „Ülle“-Präsident Achim Mallmann den Senatoren für deren Engagement in den verflossenen fünf Jahrzehnten. „Gemeinsam sind wir eine tolle Truppe“, beschwor er die starke Gemeinschaft, auch künftig zusammenzustehen. Dem Senat machte er zum „Goldenen“ eine Kette für den Präsidenten zum Geschenk. Eingearbeitet sind darin der Heinz Wacker gewidmete Sonderorden und vier Embleme des Grenzlandschildes. Ein Prachtstück, wie Harald Matthäus bemerkte. Auf den Jubilar brachte Mallmann – mit Genehmigung des Verbandspräsidenten – ein verhaltenes dreifaches Alaaf aus.

Als Gäste gratulierten die Linden-Neusener Klöös mit ihrem zum 3x11-Jährigen aufgelegten Sonderorden, überreicht von Präsident Hans Maaßen. „Wir wollen an die Vergangenheit anknüpfen und Weichen für die Zukunft stellen“, versicherte Präsident Matthäus in seinen Dankesworten. Danach war doch Feiern angesagt, auch für die kleinen Gäste. Für Rundfahrten war inzwischen schon ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr vorgefahren. Der Schminktisch war gerade eingerichtet, da herrschte auch dort schon Hochbetrieb. Mädchen mischten in neuen Katzen-Outfits die Szene farbig auf. Auf die alpenländische Art drückten Guido Beckers und seine „Schlawiner“ auf die Stimmungstube. Die Oppen-Haaler Fahnenschwenker demonstrierten ihre Künste mit ihren bunten Tüchern.

Einen sportlich-fairen Wettkampf lieferten sich beim Boulespiel das noch amtierende Dreigestirn, Prinz Harald I., Prinzessin Gregoria und Bauer Achim, mit dem designierten Prinzenpaar, Prinz Michael I. (Mallmann) und Prinzessin Heike, nebst Prinzenführer. Es wurde eine echte Gaudi. Ein Ständchen brachten die „Wöschelter Prinzen“ – auch mit eigenen Liedern – dem Jubilar.

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