Selbstständig werden ist nicht schwer, es zu bleiben schon

Von: tv
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Austausch: Existenzgründer und Jungunternehmer bei der Visitenkartenbörse während des GründerFoyers. Foto: Thomas Vogel

Herzogenrath. Selbstständig werden ist nicht schwer, selbstständig sein dagegen sehr. Ein Gewerbe ist schnell angemeldet, die eigene Firma aber so zu gründen und zu führen, dass sie erfolgreich ist, stellt eine wesentlich größere Hürde dar.

Angehende Existenzgründer und Jungunternehmer bestmöglich auf das vorzubereiten, was sie erwartet, hat sich die GründerRegion auf ihre Fahnen geschrieben. Die 13 namhaften Träger der Initiative wie IHK, HWK, Banken oder Aachener Hochschulen haben alle mittelbar oder unmittelbar mit Unternehmensgründungen zu tun.

Im dreimonatigen Rhythmus veranstalten sie an unterschiedlichen Standorten der Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg und in der Städteregion Aachen das GründerFoyer. Die rund dreistündige Veranstaltung wartet mit Fach- und Impulsvorträgen, sachkundigen Beratern und einer Kontaktbörse auf. Nun gab es im TPH in Kohlscheid Starthilfe für mehr als 40 Gründungswillige durch den sogenannten „Bizkubator”.

Nur die Hälfte nach drei Jahren noch dabei

Dass es Sinn macht, sich vor dem Schritt in die Selbstständigkeit umfassend zu informieren, weiß der stellvertretende Geschäftsführer der IHK Aachen, Michael Bayer: „Nur rund 50 Prozent der Existenzgründungen sind auch nach drei Jahren noch am Markt. Im Technologiebereich zum Beispiel liegt die Überlebensquote bei denjenigen, die sich beraten lassen, über 80 Prozent.” Vor allem der Rat von Praktikern aus der Wirtschaft kann sehr wertvoll sein.

Dieser Rat von erfahrenen Unternehmern ist einer der großen Standortvorteile des „Bizkubators”. Daran ließ Axel Friese, der TPH-Geschäftsführer und Geburtshelfer des „Bizkubators”, keine Zweifel. Mit seinem Impulsvortrag wusste auch Oliver Schiffers zu beeindrucken. Er ließ die Teilnehmer an seinen Erfahrungen vor und während der Gründung der Verold GmbH teilhaben. Das Kerngeschäft des Unternehmens ist die Produktion von 3D-Inhalten in einem neuen Arbeitsablauf, der wesentlich flexibler und ressourcenschonender ist als bisherige Verfahren.

Schiffers gab als Mitbegründer Einblicke aus erster Hand in den Entstehungsprozess eines Unternehmens. Eines wurde dabei deutlich: Kontakte knüpfen und pflegen ist ein wichtiger Aspekt im Leben von Selbstständigen. Deswegen war auch dafür Platz beim GründerFoyer. Nach den Vorträgen wurden fleißig Visitenkarten und Erfahrungen ausgetauscht. „Auf aktivem Networking liegt mein Hauptaugenmerk bei der Veranstaltung”, gab Frank Bärmann an. Seit September 2010 berät er mit seiner Firma „con publica” Unternehmen hinsichtlich ihres Auftritts in sozialen Netzwerken und steuert - wenn gewünscht - auch die Umsetzung. Das Treffen will Bärmann auch weiterhin besuchen, denn das Konzept hat ihn überzeugt.

Bei dem Foyer belässt es die GründerRegion jedoch nicht. „Der zweite Schritt ist die Teilnahme an einem der wöchentlich stattfindenden Existenzjahr-Seminare”, berichtet Michael Bayer, „gefolgt von einer intensiven 1zu1-Beratung.” Auch bei den Gründungswettbewerben der Initiative können Existenzgründer ihre Idee einem ersten Stresstest unterziehen. Das nächste GründerFoyer wird im Juni stattfinden - bereits in seiner 44. Auflage.
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