Alsdorf - Selbsthilfegruppe für Krebskranke Alsdorf besteht seit 30 Jahren

Selbsthilfegruppe für Krebskranke Alsdorf besteht seit 30 Jahren

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Alsdorf. Die Selbsthilfegruppe für Krebskranke, die ebenfalls am Forum Medizin zum Thema Lungenerkrankungen in Würselen teilnimmt, lädt am Donnerstag, 23. Oktober, zu ihrem 30-jährigen Bestehen ein. Beginn ist um 15 Uhr im Luthersaal der evangelischen Kirche, Albrecht-Dürer-Straße.

Im Frühjahr 1984 trafen sich auf Initiative der Gruppengründerin Maria Makowka mehrere Frauen –meist mit der Diagnose Brustkrebs – zuerst in einem Café in Alsdorfs Innenstadt, später in den Räumen des Diakonischen Werkes – freundlicherweise von der damals als Institution angesehenen Schwester Erna zur Verfügung gestellt – und dann bis zum heutigen Tage im Luthersaal der evangelischen Kirche in Alsdorf-Mitte.

So wie die lebensbedrohende Diagnose Krebs vielerlei Arten aufzeigt, ist die Gruppe inzwischen Anlaufstelle von Patienten vieler dieser Erkrankungen.

Von Allerweltsthemen zu Beginn eines Treffens kam man immer sehr schnell zur Krankheit Krebs. Hier konnte jedes Mitglied der Gruppe sein Erleben, seine Erfahrungen und seine Erkenntnisse weitergeben. Ratschläge wurden ausgetauscht, man konnte zuerst seine behandelnde Mediziner, später auch Vertreter von Krankenkassen, Apotheken, Sanitärhandlungen und Heilberufler wie Physiotherapeuten, Krankenschwestern zu Vorträgen gewinnen.

Vielfältige Aktivitäten

Gemeinsam wurden Ausflüge unternommen, man besichtigte Pharmaunternehmen, besuchte Museen, betreute Infostellen bei Veranstaltungen, erlebte eine Stadtführung der besonderen Art, machte Aktivkurse oder sprach mit theologischer Begleitung über Schutzengel. Vorsorgevollmacht, Palliativbetreuung und auch die neuen Möglichkeiten des rapide gewandelten Bestattungsbrauchtum waren nie ein Tabu.

Mitgied der Gruppe wurde 1996 Silvia Karsznia (Diagnose: schwarzer Hautkrebs). Mit OPs und Chemo hoffentlich geheilt, übernahm sie 2004 die Leitung und „verpflichtete“ ihren Ehemann Heinz Karsznia für „das Offizielle“. Ins Alsdorfer Vereinsregister aufgenommen, wurden bei vielen Veranstaltungen neue Verbindungen geknüpft und alte Kontakt vertieft.

Die Gruppe zählte weit über 40 Mitglieder, welche in wechselnder Zusammensetzung die regelmäßigen Treffen besuchten. Einige kamen beinahe immer – andere, wenn es ihnen möglich war.

Natürlich gab es Sterbefälle, die alle immer auch ein Stück ärmer machten. Trotz allem: Jedes Treffen, jeden neuen Tag erlebten alle mit der Gewissheit: „Hurra, wir leben noch!“, betont die Selbshilfegruppe für Krebskranke.

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