Sekurit baut den Standort Herzogenrath weiter aus

Von: Jürgen Lange
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Stolberg/Herzogenrath. Erst vor wenigen Wochen hat der Automobilzulieferer Saint-Gobain Sekurit Deutschland GmbH & Co. KG bestätigt, dass die Komplettierung seiner Autoscheiben vom bisherigen Produktionsstandort in Würselen in das Stolberger Werk an der Nikolausstraße integriert wird.

Nun zeichnet sich ab, dass die heutigen Aktivitäten von Sekurit in Stolberg in das Herzogenrather Werk verlagert werden können. Und das wird durchaus als gute Nachricht in der Kupferstadt gewertet. Denn Sekurit plant, ein vielversprechendes Projekt am Zusammenfluss von Vicht- und Münsterbach anzusiedeln.

„Saint-Gobain Sekurit beabsichtigt, in den kommenden zwei Jahren über 40 Millionen Euro in seine Standorte in der Städteregion Aachen zu investieren“, erklärt Unternehmenssprecher Daniel Pohl auf Anfrage unserer Zeitung. Mit der Neuausrichtung und Digitalisierung der Fertigung von Sekurit Deutschland werde der Standort Herzogenrath, der schließlich auch Firmensitz des Unternehmens ist, weiter ausgebaut.

Dafür investiert das Unternehmen bereits in diesem Jahr rund zehn Millionen Euro in neue Technologien. Damit können am Standort Herzogenrath erstmalig Verbundsicherheitsglasscheiben, insbesondere sehr hochwertige große Dächer, mit neuesten Technologien hergestellt werden.

Für die Kupferstadt dagegen plant der Konzern gänzlich Neues: „Saint-Gobain Sekurit überlegt am Standort Stolberg ein Joint Venture mit einem anderen renommierten Unternehmen zu gründen“, so Pohl weiter. Ziel sei es, mit den Kernkompetenzen beider Weltmarktführer ein neuartiges, viel versprechendes Produkt rund um die Automobilverglasung auf den Markt zu bringen.

Dabei sei geplant, an der Nikolausstraße bereits bis Anfang 2019 mehr als 25 Millionen Euro zu investieren. „Eine Entscheidung für die Investition wird im September erwartet“, erklärt Daniel Pohl. Im Falle der Gründung des Joint Ventures würden die heutigen Aktivitäten von Sekurit in Stolberg aus Platzgründen in das Werk Herzogenrath integriert, da ein paralleler Betrieb des Joint Ventures und Sekurit in Stolberg nicht realisierbar sei.

„Weder bestätigen noch dementieren“, will Pohl Informationen unserer Zeitung, so genanntes „Gorilla-Glas“ zur Einsatzreife in der Automobilindustrie zu bringen. Bekannt ist dieses sehr dünne Glas mit einer hohen Kratz- und Bruchfestigkeit aus der Telekommunikationsindustrie.

Die chemisch vorgespannten Gläser mit einer Dicke unterhalb von zwei Millimetern werden vor allem als Touchscreen-Abdeckung genutzt.

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