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Seit 30 Jahren im Einsatz für Malabon

Von: Helena Mertens
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in leckeres Angebot: Bruno Barth (l.), Vorsitzender der Naturfreunde Herzogenrath-Merkstein, und Herbert Schmerz, Vorsitzender der Projektgruppe Malabon, stellten ihr jüngstes Projekt vor: einen Fair-Trade-Mango-Apfelsaft. Foto: Helena Mertens

Herzogenrath. Weit aufgerissene braune Kinderaugen starren in eine Kameralinse. In ihren Augen liegt ein Ausdruck von Leere, sie spiegeln das Leid und die Nöte ganzer Nationen wider. Es sind hoch emotionale Bilder, die jedem Menschen in der westlichen Welt bekannt sein dürften, weil sie für Werbezwecke funktionalisiert werden.

Bilder, die bei den Zuschauern – zumindest einen Moment lang – Gänsehaut erzeugen und jedes noch so groß erscheinende Alltagsproblem zu einer Lappalie werden lassen. Doch diese Aufnahmen werden in der westlichen Welt nur allzu schnell vergessen und verdrängt.

Herbert Schmerz ist einer der Wenigen, die das nicht wollten und konnten. Er ist der Vorsitzende des Vereins Dritte Welt und der Projektgruppe Malabon, die in diesem Jahr ganz besonders stolz sein kann. „Nach 30 Jahren Arbeit blicken wir auf eine gelungene und nachhaltige Entwicklung zurück“, sagt der pensionierte Gymnasiallehrer.

1987 begann der Aufbau der Projektgruppe, die es sich zum Ziel gemacht hat, den Menschen aus den philippinischen Slums Hoffnung zu schenken und ihre Lebenssituation ein Stück weit zu verbessern. Jetzt ließ der Verein zusammen mit den Naturfreunden Herzogenrath-Merkstein die letzten Jahrzehnte Revue passieren. Reflektiert wurden an diesem Abend allerdings nicht nur die Erfolge, die die Projektgruppe über die Jahrzehnte hinweg unter anderem mit dem Bau eines Gesundheitshauses und weiteren Schul- und Ausbildungsprojekten in dem philippinischen Malabon und Bohol verzeichnen kann, sondern auch die frustrierende Situation einzelner Helfer.

Trotz aller Glücksmomente überwiege oftmals die ernüchternde Erkenntnis, dass ein regionaler Verein gegen die Entscheidungen der Regierungen letztlich machtlos sei. Selbst wenn die Erfolge des Vereins nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sind, kommt für die Projektgruppe Resignation nicht in Frage, wie Schmerz erklärt: „Wir werden weiterkämpfen, trotz aller Widerstände. Wenn wir anfangen zu resignieren, dann hören wir auf uns zu engagieren.“

Statt den Kopf in den Sand zu stecken, wolle man lieber über neue Projekte nachdenken und diese etablieren. Die jüngste Idee ist die Verbreitung eines Fair-Trade- Mango-Apfelsaftes, der in Stolberg hergestellt wird und durch philippinische Mangos eine süßliche Note erhält. Geschmacklich überzeugt der Fair-Trade-Saft im Naturfreundehaus.

Bruno Barth, Vorsitzender der Naturfreunde Herzogenrath-Merkstein, will den Fair- Trade-Saft künftig seinen Vereinsmitgliedern vorstellen. Ob die Bürger aus der Städteregion bereit sind, für ein paar Cent mehr die Existenz philippinischer Bauern zu sichern, wird sich dann in der nächsten Zeit zeigen.

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