Seifenkistenrennen der Höhepunkt beim Volksfest „Rund ums Pferd”

Von: Lars Odenkirchen
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Rennwagen am Start: In unter einer Minute rast die Seifenkisten von Enrico Kiesewalter die Eintrachtstraße hinunter. Foto: Lars Odenkirchen

Herzogenrath. Nicht gerade PS-stark, aber ganz schön flott unterwegs: Das galt für die zahlreichen selbstgebauten Flitzer, die am Wochenende beim Seifenkistenrennen auf der Merksteiner Eintrachtstraße zum Einsatz kamen.

Das Spektakel wurde aufmerksam verfolgt: Nicht nur die Familien der jungen Fahrerinnen und Fahrer säumten den Straßenrand, auch viele Anwohner hatten es sich vor ihren Häusern bequem gemacht, um die flotten Kisten zu bewundern.

Konzerte und Beach-Party

Eingebettet war das mittlerweile vierte Merksteiner Rennen in das Volksfest „Rund ums Pferd”, das der Merksteiner Gewerbeverein am Wochenende veranstaltete. Beim Fest selbst stand dabei nicht die Eintrachtstraße, sondern der August-Schmitz-Platz im Vordergrund. Rund um die Pferdestatue auf dem Platz tummelten sich die Menschen zwischen Essensbuden, Fahrgeschäften und Händlern mit allerlei Spezialitäten.

„Bombastisch”, fand Ana Maria Nandzik, die Geschäftsführerin des Gewerbevereins, das Fest, mit dem auch die beiden ehemaligen Standfüße der Stadt, der Bergbau und die Pferdezucht, geehrt werden sollen.

„Wir haben sehr viel Publikum, gutes Wetter und die Menschen verbreiten eine super Laune”, ergänzte Nandzik. Als Programmhöhepunkte wartete der Gewerbeverein dabei neben dem Seifenkistenrennen mit mehreren Livekonzerten, einer Beach-Party am Samstagabend sowie einem Kickerturnier der etwas anderen Art auf: Gespielt wurde beim „Human-Kicker” nämlich nicht an Tischen, stattdessen traten die Teilnehmer selbst gegen den Ball. „Mit diesem Fest wollen wir zeigen, dass wir nicht nur in Merkstein leben und unser Geld hier verdienen, sondern auch etwas für Merkstein und die Menschen hier tun”, meinte die Geschäftsführerin des Gewerbevereins.

Ganz auf sich alleine gestellt war der Gewerbeverein dabei aber nicht: Beim beliebten Seifenkistenrennen gab es tatkräftige Unterstützung vom Herzogenrather Stadtmarketing sowie von der Fördergemeinschaft Merksteiner Jugend, die sich um die Bewirtung der Zuschauer und Fahrer kümmerte. „Ohne die enge Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing wäre das Rennen gar nicht möglich”, betonte Nandzik. Ein Lob gab es von der Geschäftsführerin aber auch für die Anwohner: „Die sind wirklich großartig, sie schauen nicht nur zu, sondern unterstützen uns auch tatkräftig.”

Zahlreiche Zaungäste

„Wir sind da hochmotiviert. Das Rennen macht Alt und Jung viel Spaß, wir werden daran festhalten, auch wenn mal weniger Leute mit dabei sind. Viele Merksteiner fragen schon Anfang des Jahres, ob es das Seifenkistenrennen wieder gibt.” Dafür sprach sich auch Bürgermeister Christoph von den Driesch aus, der sich nicht nur über das gute Wetter, sondern auch über die Bekanntheit des Rennens jenseits der Stadtgrenzen freute: Am Start waren nicht nur Teilnehmer aus Merkstein, sondern auch aus Baesweiler, Alsdorf und Übach. Die Zuschauerrolle gefiel ihm dabei aber recht gut: „Ich bin froh, dass ich nicht selbst mitfahren muss.” Über einige erwachsene Teilnehmer würde sich Ana Maria Nandzik allerdings in Zukunft freuen, denn bisher erstreckte sich das Teilnehmerfeld von 8 bis 18 Jahren. „Eine Seniorenklasse für 18- bis 80-Jährige wäre eine tolle Sache. Wenn das Interesse da ist, werden wir so was vielleicht im nächsten Jahr einführen.”

Doch auch die jungen Piloten schlugen sich schon sehr wacker: Mit Bestzeiten von unter einer Minute wurde die 360 Meter lange Strecke bewältigt. Dabei hat sich mittlerweile einiges getan, wie Ingo Klein vom Stadtmarketing erzählt: „Als wir vor vier Jahren anfingen hatten wir weder eine Startrampe noch elektronische Zeitmessung.” Dies gehört aber mittlerweile der Vergangenheit an: Mit einer hohen Holzrampe, Lichtschranken und auch einer Musikanlage ist die Rennleitung nun bestens gewappnet.
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