Sehnsucht und Ideen aus der Seele malen

Von: pt
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„Der Knoten ist ein starkes Lebenssymbol”: Naima Kochs präsentiert ihre Vorstellung zum Projektthema „Du aber wähle das Leben”. Foto: pt

Hoengen. Die Fastenzeit ist für ein gutes Dutzend Frauen und Männer im Pfarrheim St. Cornelius Hoengen eine bemerkenswerte Auszeit vom Trott des Alltags: Wieder steht das vom früheren Pastoralreferenten Dietmar Prielipp und der Künstlerin Renate Remy initiierte ökumenische Kunstprojekt der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Alsdorf-Süd auf dem Programm.

Mit Leinwänden, Farbtöpfen und Pinseln „bewaffnet”, malten sich die Künstler auf Zeit zwei Tage lang ihre Ideen, Sehnsüchte und auch Ängste zu einem bestimmten vorgegebenen Thema von der Seele.

Liegt es an den ersten Vorboten des Frühlings draußen oder an dem diesjährigen Thema, das die Bilder in diesem Jahr so hell und farbenfroh erscheinen lässt? Vielleicht trifft ja beides zu.

Das von Dietmar Prielipp ausgesuchte biblische Wort aus dem alttestamentarischen Buch Deuteronomium „Du aber wähle das Leben” jedenfalls führt zu einem kreativen Schub, der zu schönen Ergebnissen führt. Da ist zum Beispiel Ludwina Hupfauer, die in schwungvollen Pinselbewegungen eine große Welle malt.

„Lebensstrudel” wäre ein treffender Titel für dieses Bild, bei dem neben hervorstechenden hellen Tönen untergründig auch die Farbe Braun auftaucht. Ludwina Hupfauer: „So ist das Leben: Voller Energie und Freude, aber auch immer bedroht von elementaren Gefahren.” Aus den Bildern spricht auch immer die Lebenserfahrung der Teilnehmer. Gleich neben Ludwina Hupfauer malt Kursneuling Mascha Redding ihre Vorstellungen von „Wähle das Leben”. Und die sind altersgemäß noch rosarot - inklusive Herzmotiv, das in der Mitte des Bildes nicht fehlen darf...

Zupackende Energie versprüht das Auftreten der körperlich eher kleinen Teilnehmerin Naima Kochs - und so fällt auch ihr Bild aus. Es ist ein farbenfroher Knoten. Kochs: „Man kann den Knoten energisch binden aber auch lösen - und beides steht für flutende Lebensenergie.”

Wohin auch die Augen von Dietmar Prielipp blicken, von überall kommt er mit zufriedenen Blicken an seinen Platz zurück, wo er mit Impuls-Texten zum Thema die Kreativität weiter fördert. Kein Wunder: Die ökumenischen Kunstprojekte sind sein Kind - und er ist ihnen weiterhin verbunden. Und das, obwohl er seit kurzem nicht mehr Pastoralreferent in Hoengen ist und ein neues Wirkungsfeld in seiner niederrheinischen Heimat gefunden hat.

Ausstellung in der Kirche

„Wenn sich Menschen verschiedener Pfarren zusammenfinden, um sich über das Medium Kunst im Glauben näherzukommen, bewirkt das für das Miteinander mehr als alle Diskussionen und Sitzungen über die Umstrukturierung und Zusammenlegung von Gemeinden”, befindet Prielipp.

Die Ergebnisse des Kunstprojektes der GdG Alsdorf-Süd sind bis Ostern während der Öffnungszeiten in der Pfarrkirche St. Cornelius Hoengen unter dem Titel „Wähle das Leben” zu sehen. Dietmar Prielipp und die Künstlerin Renate Remy wählen die Werke so aus, dass von jedem der Kursteilnehmer jeweils ein Bild ausgestellt wird.
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