Segelflugcamp feiert ein rundes Jubiläum

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
10195112.jpg
Neuer Schirmherr: Oliver Paasch, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (im Cockpit des Segelfliegers) unterstützt Organisatorin Uschi Brammertz und Fördervereins-Vorsitzenden Herbert Olivier bei dem Integrationsprojekt. Foto: M. Bienwald

Würselen. „Dass wir hier irgendwann einmal sitzen, um das Zehnjährige anzukündigen, hätten wir selbst nicht gedacht“, sagt Uschi Brammertz bei der Informationsveranstaltung zum zehnten integrativen Segelflugcamp in Merzbrück. Zehn Camps, das bedeutet nicht nur viel Organisation und viele finanzielle Mittel, die geflossen sind.

„Das sind auch 700 bis 800 Jugendliche, die bei uns ein wirklich grenzüberschreitendes Camp erlebt haben“, ergänzt Herbert Olivier. Als Vorsitzender des am Flugplatz Merzbrück ansässigen Luftsportvereins Aachen und Vorsitzender des Vereins zur Förderung von integrativen Jugendcamps freut er sich natürlich auch auf die Flugzeit, die er und seine Mitstreiter mit den erwarteten 80 bis 100 Jugendlichen beim diesjährigen Camp Ende Juni verbringen werden.

Er sieht, wie auch Oliver Paasch, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und neben Städteregionsrat Helmut Etschenberg und dem Vaalser Bürgermeister Reg van Loo neu im Bunde der Schirmherren, die Grenzen in jeder Hinsicht überwunden. „Hier wird der Gedanke der Inklusion gelebt, ja wahrscheinlich sogar überflogen“, sagt Paasch.

Die Überflieger kommen dabei nicht nur mit den im Camp angebotenen Segelflugzeiten dem Himmel sehr nah. Zudem gibt es viele Angebote, die das Camp neben dem Fliegen und der Begegnung noch interessanter machen. Beispielsweise die brasilianische Tanz-Kampfsportkunst Capoeira, der Bau von eigenen Trommeln mit echtem Kuhfell oder auch Graffiti-Workshops.

Durch die seit dem Start des Camps gewachsene Struktur aus Jugendlichen mit und ohne Handicap entsteht hier aber noch viel mehr, wie Initiatorin Uschi Brammertz weiß. „Da gibt es echte Patenschaften, denn einer ist verantwortlich für den anderen, das gilt fürs Essen ebenso wie nachts, wenn einer aus dem Zelt auf die Toilette muss, oder auch bei Ausflügen“, erzählt Uschi Brammertz.

Denn das Camp – mit übrigens in diesem Jahr fünf brandneuen Großzelten auf dem Flugplatzgelände – sorgt dafür, dass die Jugendlichen beim gemeinsamen Sport, bei Aktionen oder auch Ausflügen nicht nur Grenzerfahrungen machen, sondern auch mögliche Barrieren untereinander spielend überwinden. Das passt natürlich bestens zum Anspruch, in mehrfacher Hinsicht inklusiv zu sein, wie es die stellvertretende Städteregionsrätin Elisabeth Paul formuliert: „Wir müssen versuchen, uns jenseits vom Kirchturmdenken aufzustellen.“

Das gilt ohnehin für die Teilnehmer, die Geldgeber und auch das Organisations- und Betreuungsteam, bestätigt Uschi Brammertz. „Wir legen sehr großen Wert darauf, dass alle Angebote für alle Jugendlichen kostenlos sind“, hebt sie hervor. Denn nur dann könne die Erfolgsgeschichte des Camps, bei dem es nicht wichtig ist, wer man ist, sondern, dass man mitmacht, auch weitergeschrieben werden.

Bereits mehr als 1000 junge Menschen haben das integrative Camp erlebt

In den Reihen der Geldgeber und Unterstützer des vom Verein zur Förderung von Integrativen Jugendcamps veranstalteten Camps in Merzbrück vom 26. bis 30. Juni am Flugplatz Merzbrück finden sich mit dem Kiwanis Club Eupen und seinem Aachener Pendant Urbs Aquensis Club Aachen zwei neue Förderer.


Neben der Städteregion, der Stadt Aachen, der Euregio Maas-Rhein und dem Institut für Operations Research und Management (INFORM) sind die Nato-Airbase Geilenkirchen, der Luftsportverein Aachen, die DLRG, die RWTH Aachen, die Volkshochschule Aachen, der Aachener Boots-Club, das Inda-Gymnasium Kornelimünster und Privatfirmen beteiligt.

Zählt man die Teilnehmer des integrativen Segelcamps in Woffelsbach hinzu, das in diesem Jahr zum fünften Mal stattfindet und zwar vom 10. bis 14. Juli, wurden schon mehr als 1000 junge Menschen Teil des Camp-Erlebnisses.

Anmelden können sich Jugendliche von 14 bis 18 Jahren (ohne Behinderung) und von 14 bis 25 Jahren (mit Behinderung) bei Lara Brammertz, Telefon 01575/4771085, per E-Mail unter integratives-jugendcamp@outlook.de oder auf der Facebook-Seite „Integratives Jugendcamp“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert