Schwimmhalle: Hoffnung auf beträchtliche Fördergelder

Von: mabie
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Jetzt ordentlich Gas geben: Die Schwimmvereine und die Politiker setzen auf stattliche Zuschüsse zur Förderung sozialer Infrastruktur. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Bürgermeister Christoph von den Driesch brachte es in den Stadtrat ein: eine mögliche Bundesförderung des beschlossenen Hallenbadneubaus in Kohlscheid. Den Anstoß hatte der Kohlscheider Schwimmclub gegeben, er fand heraus, dass der Bund für kommunale Projekte in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Zur Sanierung sozialer Infrastruktur in Städten und Gemeinden.

Gefördert werden unter anderem investive Projekte mit besonderer, auch überregionaler Bedeutung und mit, wie die Verwaltung formulierte, „sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für soziale Integration in der Kommune und die Stadtentwicklungspolitik“. Da auch öffentliche Schwimmhallen ins Programm passen, will die Verwaltung einen Förderantrag für den Badneubau an der Zellerstraße einreichen. Allerdings gibt es Rahmenbedingungen, die zum einen schnelles Handeln erfordern und zum anderen die Förderung an die Haushaltslage koppeln. Gemäß allgemeiner Rahmenbedingungen trage der Bund 45 Prozent der Kosten.

Bei avisierten Baukosten von rund 5,13 Millionen Euro für das vom Rat verabschiedete Bad mit fünf Bahnen plus Kinder- und Lehrschwimmbecken, ohne Sauna, Sprungturm und Gastronomie, gäbe es eindrucksvolle Möglichkeiten. 45 Prozent Förderung entsprächen über 2,3 Millionen Euro. Liegt jedoch eine Haushaltsnotlage vor, betrüge der städtische Eigenanteil nur zehn Prozent. Trotzdem kommen dann nicht etwa 4,617 Millionen Euro vom Bund. „Denn die Höchstförderung beträgt vier Millionen Euro“, sagte von den Driesch. Immerhin könnte der Eigenanteil aber auf gut 1,13 Millionen Euro sinken.

Selbstverständlich hoffe er auf 90-prozentige Förderung, wies von den Driesch vorsorglich aber auch darauf hin, dass die bis 2018 auszuzahlende Fördersumme von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein könne, je nach Haushaltslage.

„Wenn wir überhaupt eine Chance haben wollen, das Schwimmbad zu realisieren, dann müssen wir was tun“, sagte CDU-Fraktionschef Reimund Billmann. Die Stadt habe mit Festlegung des Standorts Zellerstraße sowie der Bauvariante schon Vorarbeit geleistet.

Bei Antragstellung ist nachvollziehbar zu belegen, dass Ersatz oder Neubau im Vergleich zur Sanierung der wirtschaftlichere Weg ist. Hierzu arbeite die Verwaltung bereits an Konzepten, die Ergebnisse aus den Studien zum Hallenbad Zellerstraße einbeziehen.

Weitere Voraussetzung ist ein Stadtratsbeschluss, der in der Sondersitzung am Dienstag, 10. November, 17 Uhr, im Rathaus gefällt werden könnte. Danach heißt es dann Gas geben.

So musste die formlose Anzeige des Förderantrags schon am Mittwoch beim zuständigen Landesministerium eingehen. Land und Bund verlangen zudem bis 13. November die offizielle Einreichung des Projektantrags. „Das alles wird nicht einfach sein, doch wer es nicht versucht, der hat schon verloren“, betonte von den Driesch. Er freute sich aber ausdrücklich darüber, dass die Schwimmer die Verwaltung auf diese Fördermöglichkeit hingewiesen haben.

Ob für den Förderantrag dann noch ein – beim Ratsbeschluss zum Badneubau Anfang Juni noch fehlendes – tatsächlich belastbares Finanzierungsmodell gefunden wird, bleibt bis zum Bescheid über Wohl oder Wehe des Antrags offen.

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