Schwarzmeer-Kosaken begeistern erneut in Broich

Von: ehg
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Grandiose Stimmen, große Lieder: Die „Schwarzmeer-Kosaken“ mit Peter Orloff (2.v.l.) begeisterten ihr Publikum. Foto: W. Sevenich

Würselen. Einen musikalischen Hochgenuss gab es jetzt auf Einladung des Männergesangvereins Linden-Neusen in der ausverkauften Kirche in Broich. Dort gastierte der Schwarzmeer-Kosaken-Chor unter der bewährten Leitung von Peter Orloff.

Zum vierten Mal begrüßte Vorsitzender August Rößner ihn „mit großer Freude und voller Erwartung“. Er und die zahlreichen Konzertbesucher wurden nicht enttäuscht. Sänger aus Russland und der Ukraine vermittelten einen Hauch von der Seele beider Völker wider. Der Männergesangverein unter Leitung von Chordirektor Heinz Dickmeis stimmte in den Konzertabend ein. Unterstützt durch den MGV Alsdorf bot er „Die drei Zigeuner“ von A. Zedtler, „Das Ave Maria der Berge“ von Ott Groll und den Originalsatz „La Montanara“ von Toni Ortellie-Luige Pigarelli“.

Dabei präsentierte sich ein harmonischer Klangkörper. Sodann unternahmen die Sänger vom Schwarzen Meer mit den Konzertbesuchern eine musikalische Reise von Moskau bis an den Baikalsee und von Kiew bis St. Petersburg. Dabei loteten die atemberaubenden Tenöre und Bässe ihre Stimmen bis in die höchsten Höhen und tiefsten Tiefen aus. Wobei sie chorisch als auch solistisch ihre Klasse unter Beweis stellten. Das besondere Highlight war ein männlicher Sopran von der Kiewer Oper. Stimmwunder oder Wunderstimme? Beides traf zu.

Kontrabass-Balalaika

Durch drei Instrumentalisten erfuhr der Chor vom Schwarzmeer Verstärkung, durch ein russisches Akkordeon, eine Balalaika und eine Kontrabass-Balalaika. Sie brillierten nicht nur bei der Chorbegleitung, sondern auch instrumental. Romanzen, Geschichten und Balladen von überwältigender Ausdruckskraft, tiefer Melancholie und überschäumenden Temperament wurden zu Gehör gebracht. Es erklangen Ohrwürmer wie „Das einsame Glöckchen“, „Die zwölf Räuber“, „Ich bete an die Macht der Liebe“ oder auch der Gassenhauer „Kalinka“ als Zugabe. Daneben glänzte der Chor durch die Intonation von Werken aus „Schwanensee“, von „Leise klingen meine Lieder“ und dem Paradesolo aller großen Tenöre, dem „Nessun dorma“.

Zum Schluss des Konzertes „gesellten“ sich die Sänger aus Linden-Neusen und aus Alsdorf zu den Kosaken. Gemeinsam stimmten sie den „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“ von Guiseppe Verdi in der Originalsprache an. Indem die Besucher mit einbezogen wurden, erfüllte das „Guten Abend, gut‘ Nacht“ von Johannes Brahms die Klosterkirche. Mit Standing Ovations wurden die Sänger verabschiedet. Mit seinem Frühjahrskonzert wird sich der MGV Linden-Neusen am 9. Mai zurückmelden.

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