Schwachstellen noch und nöcher: Lemmon stößt wieder sauer auf

Von: Georg Pinzek
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Die Ausrüstung ist zwar da, es scheint aber noch erheblichen Nachbesserungsbedarf seitens des IT-Partners Bechtle zu geben. Foto: psw

Würselen. Die „bildungspolitische Offensive der Stadt Würselen” kommt offensichtlich nur schleppend voran. Lemmon (Lernen mit modernen Medien - online) soll Würselen laut Stadt um Notebook-Klassen besser machen.

NRW-Schulministerin Barbara Sommer hatte sich kürzlich sogar das ehrgeizige Projekt mit der Zitrone im Logo vorstellen lassen. Dabei räumte Erster Beigeordneter Werner Birmanns ein, dass „noch weiterhin technische Probleme gelöst werden müssen”.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass dies in Kürze gelingt. Der schulpolitische Sprecher der Grünen, Marc Peters, ärgert sich hingegen: „Lemmon läuft bei Weitem nicht so rund, wie man es der Schulministerin glauben gemacht hat beziehungsweise wie man es gerne gemacht hätte. Viele auch entscheidende Faktoren stimmen noch nicht. Daher sollte sich der nächste Schulausschuss schwerpunktmäßig mit Lemmon befassen.”

Die Verwaltung habe die Sitzung aber im Einvernehmen mit der Ausschussvorsitzenden abgesagt. Marc Peters: „Da die Defizite aber so groß sind, beantragt die Grünen-Fraktion noch vor den Sommerferien eine Sondersitzung des Schulausschusses.

Vorsitzende Doris Harst (SPD) erklärte auf Anfrage dieser Zeitung: „Eine Sondersitzung ist gar nicht nötig, weil wir noch einen Schritt weitergehen und den Rat in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 18. Juni, mit dem für uns so wichtigen Thema befassen.”

Dabei würden Lemmon-Mängel zur Sprache kommen. Da vertragsrechtliche Themen zu behandeln seien, müssten allerdings kritische Fragen im nicht-öffentlichen Teil behandelt werden. Doris Harst bestätigte, dass technische Probleme bislang nicht gelöst werden konnten.

Gehapert habe es bei der Kommunikation. Daher habe es am vergangenen Donnerstag im Rathaus ein Gespräch gegeben, an dem Vertreter der Verwaltung, der Schulen und des IT-Vertragspartners Bechtle (Essen) teilgenommen haben. Die Schulausschussvorsitzende: „Tatsache ist, dass Bechtle nicht allen vereinbarten vertraglichen Verpflichtungen nachgekommen ist. Das System hat Schwächen. Problematisch seien nach wie vor die Einstellungen beim Internet-Schutzpaket.

Es wurde vereinbart, dass zum Ende des Schuljahrs alle technischen Probleme gelöst sein sollen.” So habe sich beispielsweise auch auch herausgestellt, dass die Lernoberflächen der Notebooks für den Einsatz in der Grundschule viel zu kompliziert seien.

Die eingeforderte Nachbesserung lasse aber weiter auf sich warten. „Dass sie Schulen darüber nicht glücklich sind, kann ich gut verstehen”, betonte Doris Harst.
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