Schulzentrum: Minister verlangt Einigkeit der Großfraktionen

Von: Wilfried Rhein
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Alsdorf. Die Absicht, das neue Schulzentrum am Annapark zu installieren, siedelt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Bernd Mortimer schon in die Nähe der Genialität an.

Nicht zuletzt deshalb, weil die Auswirkungen dieses mit der Landesregierung abgestimmten Handelns auch für andere Bereiche der Stadt Alsdorf attraktive Veränderungen mit sich bringt.

Am Tag der Veröffentlichung der Schulzentrumsplanungen in den „Nachrichten” begründeten Vertreter der beiden großen Ratsfraktionen ihre - durchweg positive - Meinung zum Verzicht auf den Standort Ofden. Dort hat man die Sanierung von Gymnasium und Realschule aufgegeben. Vorrangig aus dem Grund, dass mit den Altbauten keine zeitgemäße Energieausbeute erreicht werden kann. Neubauten wären unter Berücksichtigung der Betriebskosten schlichtweg günstiger.

„Wir haben das Thema in großer interfraktioneller Runde besprochen. Auch Ministerialdirigent Hans-Dieter Collinet hat sich für den jetzigen Plan verwendet”, dankt Bernd Mortimer. NRW-Städtebauminister Oliver Wittke habe seine Zustimmung unter dem Vorbehalt gegeben, dass die Mehrheit bildenden Fraktionen CDU und SPD das Projekt einvernehmlich tragen. „Die Entwicklung ist ein Glücksfall für Alsdorf”, jubiliert Bernd Mortimer.

Große Chance verwertet

Die Stadt habe sich lange mit dem Thema schwergetan, lenkt Gustl Rinkens ein, der SPD-Fraktionsvorsitzende. „Nun aber ist uns der große Wurf gelungen, der in die Zukunft weist.” Der SPD-Sprecher bestätigt, dass über die städtischen Tochtergesellschaften IGA und GSG das nötige Startkapital, rund drei Millionen Euro, zur Verfügung gestellt werden kann. Insgesamt sei die Finanzierung des Projekts - Gustl Rinkens spricht von 35 Millionen Euro - gesichert.

Eine solch große Chance nicht zu packen, wäre sträflich, bewertet Ulrike Wagner (CDU) die Gelegenheit, „beide Problemfälle in Ofden in einem Zug zu lösen”. Nicht jahrelanger Umbau mit Unterrichtsbelastung würde anstehen, sondern ohne Ausfall weiter lernen und nach einer überschaubaren Zeit - die Vorsitzende des Schulausschusses glaubt an eine Realisierungszeit von drei Jahren - in die neuen Gebäude umziehen.

Was mit den aufgegebenen Liegenschaften oberhalb des Weihers geschehen kann, ist nicht nur der Ratsmehrheit klar: Nach Abriss der Schulhäuser entstünden dort wertvollen Bauparzellen. Und aus den Erlösen, stellt sich Gustl Rinkens vor, wäre sogar das transparente Dach über dem Busbahnhof realisierbar. Im Ganzen, schaut Bernd Mortimer voraus, „bildet Alsdorf eine ganz neue Mitte”.
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