Schulz wird Träger des Grenzlandschilds

Von: ehg
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Martin Schulz (2.v.r.) wird 32
Martin Schulz (2.v.r.) wird 32.Träger des närrischen Grenzlandschilds: Der Präsident des Europäischen Parlament freut sich gemeinsam mit Ehefrau Inge Schulz über die hohe Auszeichnung. Au-Ülle-Senatspräsident Harald Matthäus (l.) und Au-Ülle-Präsident Achim Mallmann präsentierten den Ordensträger. Foto: W.Sevenich

Würselen. Zum 32. Male verleiht die KG „Au Ülle” am Samstag, 1. Dezember, den Sonderorden „Närrischer Grenzlandschild”. Dann würdigt sie die besonderen Verdienste, die sich der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, „um und für das Aachener Grenzland von der Eifel bis zum Niederrhein” erworben hat.

Öffentlich vorgestellt wurde der am 20. Dezember 1955 in Hehlrath geborene, aber doch waschechte Wöschelter im kleinen, feinen Rahmen in der Geschäftsstelle der Sparkasse am Morlaixplatz 1a. Hoch erfreut waren der Vorsitzende des SK-Vorstandes, Hubert Herpers, und die Repräsentanten der „Au Ülle” und des Karnevalsverbandes Aachener Grenzlandkreise ihn dort begrüßen zu dürfen. Nach einer anstrengenden Woche mit Zwischenstopps in Berlin, Brüssel, Dublin, Wien und Bratislava hatte er wieder heimatlichen Boden unter den Füßen.

Ülle-Senatspräsident Harald Matthäus blickte in das Jahr 1965 zurück, als seine Gesellschaft und das Ordenskuratorium den Ehrenpräsidenten des Bundes Deutscher Karneval, Thomas Liessem, zum ersten Träger des „Närrischen Grenzlandschildes” kürten.

„Unter den 30 Ordensträgern, die dann folgten, befanden sich der Volksschauspieler Willy Millowitsch, das Festkomitee Kölner Karneval, die Stadtgarde Oecher Penn, der damalige Bürgermeister der Stadt Würselen, Wilhelm Gülpen, der BDK- Ehrenpräsident Heinz Wacker und der Heimatsänger Friedel Schwartz, um nur einige zu nennen.” Martin Schulz ist der sechste Würselener, dem diese hohe karnevalistische Auszeichnung - auch Stadtdirektor a. D. Albert Cramer und Ülle-Ehrenpräsident Dieter Pütz zählten zu den Geehrten - zuteil wird. „Auf Martin Schulz treffen die ursprünglichen Ordensregeln insbesondere zu”, bemerkte Matthäus

Von 1987 bis 1998 war der gelernte später selbstständige Buchhändler Bürgermeister der Stadt Würselen, gerade mal 31 Jahre alt, als er gewählt wurde. Dem Europäischen Parlament gehört er seit 1994 an. Seit 2004 führt er die Sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament an. Das Amt des Präsidenten bekleidet er seit Januar 2012. Viele Jahre war der Repräsentant von 27 europäischen Ländern in seiner Heimatstadt dem kulturellen, sportlichen und karnevalistischen Leben eng verbunden.

Bei „Rhenania” spielte er linker Verteidiger, das Bissener Jungenspiel führte er als Pritschenmeister an und mehr als 25 Jahre ist er Mitglied im Senat der Au Ülle. Für seine Heimatverbundenheit spricht - so Harald Matthäus - dass er auf die Frage nach seiner Herkunft vor laufender Fernsehkamera spontan nicht mit Aachen, sondern Würselen antwortete. Einstimmig hat das Ordenskuratorium Martin Schulz zum Ordensträger gewählt, der damit in die Fußstapfen der Großen Erkelenzer Karnevalsgesellschaft tritt, die bei seiner Vorstellung durch deren Vizepräsidenten Helmut Jopen repräsentiert wurde.

„Er ist mir seit den ersten Begegnungen in meiner Jugendzeit in bester Erinnerung geblieben”, schwelgte Ülle-Präsident Achim Mallmann in Erinnerungen. „Als Maikönig habe ich mit ihm das Jungenspiel begraben.” Martin Schulz habe den Orden als Würselener Bürger verdient, war der Ülle-Präsident sichtlich stolz darauf, dass er die ihm von seiner Gesellschaft angetragene Auszeichnung auch angenommen habe. Nicht minder stolz war VKAG-Präsident Reiner Spiertz als Ordensträger darauf, den Präsidenten des Europäischen Parlaments als einen seiner Nachfolger begrüßen zu dürfen.

Martin Schulz: „Ich empfinde es als außergewöhnliche Ehre, den Orden entgegennehmen zu dürfen.” Er erinnerte sich, als Spellsjong der Verleihung an den damaligen Bürgermeister Wilhelm Gülpen auf der Empore des Jugendheimes St. Sebastian beigewohnt zu haben. Als Bürgermeister habe er dann die Stadt bei vielen Verleihungen repräsentiert. „Mein ganzes Leben ist mit meiner Heimatstadt Würselen verbunden”, betonte er. „Wenn er die Stadtgrenze überfahre, dann wisse er, dass er zu Hause sei. Dass Gefühl, ein Zuhause zu haben, gebe ihm Kraft für seine Arbeit in Europa. Er räumte ein, dass er für das, was er - auch mit viel Glück - erreicht habe, hart habe arbeiten müssen. Den Bürgern der Stadt habe er seine Karriere verdanken. Die Vereine seien es, „die unserer Stadt ihre Identität verleihen - so auch die Au Ülle, einer der bedeutendsten Karnevalsvereine in der Region”.

„Ich freue mich auf den 1. Dezember”, bewies Schulz bei der Vorstellung schon, dass er kein Kind von Traurigkeit ist. Er machte damit Appetit auf das, was die Besucher der Gala-Veranstaltung ab 20 Uhr in der Aula an der Klosterstraße erwartet.
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