Schulschließungen mit Folgen: Auch Sportplätze betroffen

Von: Holger Bubel
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Wird in absehbarer Zeit nicht mehr das Portal für Fans des Kellersberger Amateurfußballs sein: Der SC soll in den Annapark umziehen. Foto: Bubel

Alsdorf. Der Rat hat beschlossen: Die Grundschule Kellersberg wird zum Schuljahr 2013 geschlossen, ebenso die Gerhart-Hauptmann-Hauptschule (GHH) in Alsdorf-Ost (wir berichteten). Doch wie geht es nun weiter mit den dann leerstehenden Gebäuden und ungenutzten Flächen? Welcher Verwendung werden sie zugeführt?

Gustl Rinkens, als Sprecher der Ratsmehrheit von SPD, ABU und FDP, hat konkrete Pläne der Verwaltung vorgelegt. Darin betroffen sind auch Sportanlagen.

Weil die Anlage des SC Kellersberg zukünftig nicht mehr als Schulsportplatz genutzt wird, der Verein jedoch ohne Zuschussmittel nicht in der Lage sei, die Bewirtschaftung der Sportanlage zu schultern, soll der SC nach Fertigstellung der dann errichteten Sportplatzanlage des neuen Schulzentrums an den Rand des Annageländes ausweichen. Rot-Weiß Alsdorf soll auch seinen Platz aufgeben und gemeinsam mit den Kellersbergern das neu geschaffene Terrain nutzen. Bis zur Fertigstellung soll der SC weiter bezuschusst werden.

Frank Dohmen, zweiter Vorsitzender des Traditionsvereins, ist wenig begeistert: „Uns war lange bekannt, dass es einmal so weit kommen würde. Und die Notwendigkeit sehen wir auch ein. Aber klar ist auch, dass der Charakter eines Stadteilfußballvereins verloren geht. Viele Fragen bleiben offen: Wird zukünftig ein Vereinsheim für zwei Clubs ausreichen? Dürfen Bandenwerbungen installiert werden? Kommen Zuschauer aus Kellersberg zum Annagelände? Wie können Trainings- und Spielzeiten geregelt werden, wenn auch der Schulsport von Gymnasium und Realschule den Platz nutzt?”

Die Turnhalle am Nordring soll nach Auflösung der Grundschule umgebaut und multifunktional nutzbar gemacht werden. Das alte Grundschulgebäude und der angrenzende KSC-Sportplatz werden nach Vorstellung der Politiker dem Bebauungsplan Husemannstraße angegliedert: „Konservativ berechnet können durch die Grundstücksverkäufe in Kellersberg 2,5 Millionen Euro erwirtschaftet werden”, schätzt Gustl Rinkens.

Die VHS soll vom Ostring in Kellersberg nach Ost in die frei werdenden Räume umziehen. Der alte Standort könnte in einen Garagenhof umgewandelt werden. Freies Raumangebot der GHH könnte dem VabW zur Verfügung gestellt werden. Die alte Schule „An der Mariensäule” soll „niedergelegt” und der GSG-Maschinenpark von der Burgremise dorthin verlegt werden.
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