Schulprojekt: Blick durch historischen Filter

Von: vm
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Beschäftigten sich im Rahmen von „Festplatte Kohle 2“ mit dem Medium Fotografie: Jasmin Neumann, Jana Eisenbeis, Carolin Mickartz, Lion Wimmer, Marius Kessel und Philipp Fries (von rechts). Foto: Verena Müller

Alsdorf. Die Geschichte der Menschen konservieren, die in Alsdorf leben – das war das Ziel des Projekts „Festplatte Kohle 2“, an dem 25 Zehntklässler der Marienschule Alsdorf teilgenommen haben. Jetzt haben sie in der ehemaligen Menage des Ledigenheims, also beim Bergbaumuseumsverein, die doch zum Teil recht überraschenden Ergebnisse vorgestellt.

Eine Gruppe beispielsweise hatte sich mit dem Medium Fotografie auseinandergesetzt und in den Archiven nach alten Aufnahmen von Bergbaufamilien oder deren Arbeitswelt gesucht. In die Familienfotos „bastelten“ sie sich selbst rein, indem sie den Hintergrund beließen, die echten Personen aber ersetzten.

Dabei stießen sie unter anderem auch auf die einzige Frau, die sich unter den Opfern des Grubenunglücks vom 21. Oktober 1930 befanden: Margarete Kemmer, Büroangestellte. Oder sie stellten Porträtbilder von Bergleuten nach. Täuschend echt. Maschinen und Transportmöglichkeiten unter Tage waren ein anderer Themenkomplex, ein nächster Industrie. Begleitet wurden die Schüler von Doro Flatau, Dozentin am Projektträger, der Bleiberger Fabrik.

Engagement der Schüler gelobt

Für den Bereich Film zeichnete Volker Waldeck, angedockt an den Projektpartner Aber Hallo/Jugendkunstschule, verantwortlich. Heraus kam ein filmischer Abgleich des Alsdorfs früher und heute: die Bahnhofstraße 1980 und heute, das Annagelände oder auch der Bahnhof Mariagrube damals und heute.

Axel Jansen von der Bleiberger Fabrik und Schulleiterin Susanne Kaempf lobten das Engagement der Schüler. „Sehr berührt und stolz“ sei sie, dass die Schüler sich an ihre Zusage, am Projekt außerhalb des Unterrichts mitzuwirken, gehalten hätten und dabeigeblieben seien.

Weitere Projektpartner waren der Bergbaumuseumsverein und das Energeticon. An ähnlichen Projekten hatten bereits die Gustav-Heinemann-Gesamtschule Alsdorf und das Herzogenrather Gymnasium teilgenommen.

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