Schulprojekt Annagelände: Lienenkämper hält 12 Millionen bereit

Von: Karl Stüber
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Blick von alten Förderturm auf dem Annagelände: Im Hintergrund ist das Langhaus zu sehen, an das nach derzeitigen Plänen die Neubauten von Realschule und Gymnasium „angedockt” werden sollen. Foto: Stüber

Alsdorf. In Zeiten des Wahlkampfes gelingen Politikern schon mal Aussagen, an die sie sich später nicht gerne erinnert wissen wollen. Am Mittwoch in Alsdorf war das anders.

Lutz Lienenkämper, Landesminister für Bauen und Verkehr, schaute bei seinen CDU-Parteifreunden vorbei und ließ sich von CDU-Vorsitzendem Bernd Mortimer sowie Bundestagsabgeordnetem Helmut Brandt geduldig die Fortschritte zeigen, die bei der Entwicklung des Annageländes erzielt worden sind.

„Man sieht deutlich, dass die Millionenzuschüsse allein aus dem Städteprogramm in Alsdorf gut angelegtes Geld sind”, lautete das ministerielle Lob. Da fiel es dem Gast aus Düsseldorf offenbar um so leichter, zum Wort des Landes zu stehen, auch den Neubau von Gymnasium und Realschule am Langhaus zu fördern, was auch von Bürgermeisterkandidat Bernd Kirfel erleichtert zur Kenntnis genommen wurde. Es geht um zwölf Millionen Euro.

Aber: Die Stadt Alsdorf muss sich zuvor mit der Bezirksregierung Köln über das Finanzierungskonzept in Gänze einig werden. Auf Nachfrage räumte Bürgermeister Helmut Klein ein, dass am Dienstag bei der Stadtverwaltung ein „Fragenkatalog” der Kölner hierzu eingegangen sei. Die Antworten sollen bis 10. August geliefert werden. „Das alles lässt sich aber relativ leicht beantworten”, sieht Klein keine Probleme auf die Stadt zukommen und will die „Hausaufgaben” postwendend erledigen.

Minister Lienenkämper sieht nicht die Gefahr, dass angesichts des andauernden Klärungsprozesses wichtige Fristen „förderungsschädlich” verstreichen. So gebe es zum Beispiel immer noch nicht abgerufene Mittel oder Mittel aus „Rückläufen”, auf die man zurückgreifen könne. Der Minister sprach von „kreativem Herangehen”. Im übrigen gelte der beschlossene Landeshaushalt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. „Es gibt keine Zeichen dafür, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt”, sagte er.

Kreis unterstützt Stadt

Kreisdezernent und Städteregionsratkandidat Helmut Etschenberg berichtete im Namen von Landrat Carl Meulenbergh, dass der Kreis als Untere Aufsichtsbehörde der Bezirksregierung am Rhein deutlich gemacht habe, dass keine Bedenken bestehen. Demnach stehe dem Projekt auch nicht entgegen, dass Alsdorf eine Nothaushaltskommune ist.

Der Direktor des städtischen Gymnasiums, Wilfried Bock, erinnerte an die bereits sieben Jahre währende Unsicherheit in seiner „Schulgemeinde”. Es müsse jetzt endlich klargestellt werden, dass die Schüler „langfristig eine neue Heimat finden”. Bock sagte zu Lienenkämper: „Ich hoffe, dass Sie behalten, was Sie hier gesagt haben, und auch die Kraft aufbringen, das durchzusetzen.” Ein erneutes Nein sei nicht mehr zumutbar.
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