Schulleiter Palm: „Starke Kinder ins Leben entlassen“

Letzte Aktualisierung:
Palm
Stolz auf das Projekt „Klasse 2000“: Schulleiter Josef Palm. Foto: Roß

Würselen. Die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Würselen-Mitte will als „starke Schule starke Kinder fördern“. Wie das geht und welche Früchte das trägt, darüber spricht Schulleiter Josef Palm im Interview mit Markus Roß.

Herr Palm, die GGS Würselen-Mitte hat sich das Leitwort „Starke Schule für starke Kinder“ auf die Fahnen geschrieben. Wie füllen Sie diesen Anspruch mit Leben?

Palm: Unsere GGS, sehr zentral an der Friedrichstraße beheimatet, ist eine städtische Gemeinschaftsgrundschule für alle Kinder, und zwar unabhängig von Nationalität, Religionszugehörigkeit und sozialer Herkunft. Dies bietet viele Chancen für die junge Generation, aber beinhaltet auch besondere Herausforderungen, die zu bewerkstelligen sind. Derzeit besuchen rund 250 Mädchen und Jungen aus unterschiedlichen Nationen unsere Schule.

Im Schulbetrieb integriert ist außerdem eine „Offene Ganztagsschule“ mit 85 Schülern in der Trägerschaft der Pfarre St. Sebastian. Ab dem Schuljahr 2016/17 bieten wir in der Trägerschaft des Kinderschutzbundes eine gesicherte Halbtagsbetreuung an. Wir stellen alle unsere Aktivitäten und Projekte wie zum Beispiel das Projekt „Klasse 2000“, „Gemeinsames Lernen“, „QuisS-Schule“ und „DemeK-Fortbildung“, unter das Motto „Starke Schule für starke Kinder“. Denn nur starke Kinder haben in ihrem späteren Leben gute Chancen.

Welches sind denn die wichtigsten Säulen Ihrer pädagogischen Arbeit?

Palm: Wir sind hier an vielen Fronten aktiv. Hier möchte ich an erster Stelle die bereits eingangs erwähnte Gesundheitserziehung unserer Kinder unter dem Projekt Klasse 2000 nennen. Hier werden wir dankenswerter Weise unterstützt durch den Rotary Club, Aachen-Charlemagne. Mit großem Engagement unterstützen unsere Lehrer und Eltern das Projekt „Gemeinsames Lernen“ aller Kinder.

Weitere Säulen sind auch das Sozialtraining durch Sonderpädagogen und Sozialpädagogen wie etwa besonders gestaltete Pausen (bewegte Pause, stille Pause, Pausenengel) und die musisch-künstlerische Erziehung als zertifizierte JeKisS- Schule mit jährlichem Theaterbesuch, musischem Abend, Museumstag und gemeinsamen Singen.

Können diese besonderen Angebote alle Kinder nutzen?

Palm: Im Grunde genommen ja. Nicht nur die Kinder mit einem „besonderen“ Förderbedarf, sondern alle Schulkinder werden unterstützt durch Sozialpädagogen und Sonderpädagogen. Wir sind übrigens auch als QuisS- Schule anerkannt. Dadurch erhalten unserer Schüler eine verstärkte Sprachförderung durch Fortbildung und zusätzliches Personal.

Der Sprachförderung, die Sie gerade ansprachen, kommt verständlicherweise eine ganz besondere Bedeutung zu. Im kommenden Schuljahr ist Ihre Schule ja wieder dreizügig. Gerade im Einzugsgebiet der GGS Würselen-Mitte sind viele Flüchtlingskinder beheimatet, die in der GGS beschult werden sollen. Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich dadurch für die Schule?

Palm: Selbstverständlich werden wir – wie auch alle anderen Würselener Grundschulen – zum nächsten Schuljahr wieder Flüchtlingskinder aufnehmen. Wie viele es sein werden, das steht aber heute noch nicht konkret fest. Für die Beschulung von Flüchtlingskindern kommt die Förderung der Sprachkompetenz natürlich neben vielen anderen Aspekten eine herausragende Bedeutung zu.

Hier sind wir mit einigen Projekten aktiv – und zwar nicht nur für die Flüchtlingskinder. Nennen möchte ich zum Beispiel die Fortbildung in DemeK, einem Sprachbildungsprogramm für Deutsch in mehrsprachigen Klassen, was eine Sprachsensibilität für alle Kinder fördert. Unterstützt werden wir sehr freundlich vom Lions-Club Würselen: Bereits vor einigen Wochen startete ein vorschulischer Sprachkurs für Kinder ohne Deutschkenntnisse im Jahr vor der Einschulung. Zum Abschluss möchte ich noch einmal ausdrücklich betonen: Wir werden uns als gut aufgestellte Grundschule den anstehenden Herausforderungen stellen.

Dabei können wir uns neben einem engagierten Lehrerkollegium und den Mitarbeiterinnen der OGS ganz besonders auch auf den gut funktionierender Förderverein und die vielen engagierten Eltern verlassen. Denn vom Tag der Einschulung an arbeiten wir alle gemeinsam an einem Ziel: Am Ende der Grundschulzeit wollen wir Kinder entlassen, die kompetent, gebildet und stark sind, um den Ansprüchen unserer heutigen vielschichtigen Gesellschaft gerecht zu werden und sich den weiteren Anforderungen in ihrem Leben zu stellen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert