Schülerkunst steht neben Profi-Werken

Von: Stefan Schaum
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Steht schief, aber fällt nicht um: Die Skulptur „Balanceakt“ trägt ihren Namen nicht von ungefähr. Auch Fotos und Malerei tragen Jana Speer, Lynn Schillings, Katharina Schink und Laura Macioschek (v.l.) zur Ausstellung in der BBK-Galerie bei. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Einige Bewunderung haben die Kunstwerke bereits erfahren. Aber seinerzeit waren es vor allem Mitschüler, die genießen und loben durften, was die vier Teilnehmerinnen des Projektkurses Kunst am Alsdorfer Gymnasium geschaffen hatten. Bald wird das Publikum größer als bei der Ausstellung in der Schule sein. Denn ab dem 6. Februar sind die Bilder und Objekte der angehenden Abiturientinnen in der BBK-Galerie in den Aachen-Arkaden zu sehen.

Dass es beileibe nicht alltäglich ist, dass Schüler dort ausstellen, spricht für die Qualität der Werke. Mit dem Thema „Schwebend – Balancierend“ hatten sich Laura Macioschek, Lynn Schillings, Katharina Schink und Jana Speer beschäftigt.

Fotoarbeiten mit schwebenden Holzkörpern oder Bildserien von zu Boden fallenden Folien sind dabei ebenso entstanden wie Objekte. „Balanceakt“ heißt eine Installation, die aus einem kippelig montierten Stuhl besteht, an dem die Schülerinnen weitere Dinge wie einen Regenschirm und ein Steckenpferd befestigt haben.

Unter Leitung von Karin Radzwill fand im vergangenen Jahr der Begabtenkurs am Gymnasium statt, an dem nur diese vier Schülerinnen teilnahmen. Eine besondere Intensivförderung von Talent, kann man sagen, die im Rahmen des Dalton-Konzepts der Schule möglich ist.

Das gibt es freilich nur, wenn genügend talentierte Kandidaten vorhanden sind. Dass es in diesem Jahr einen solchen Kurs nicht gibt, spricht für die Besonderheit des letztjährigen. „Die Dinge, die die Schülerinnen geschaffen haben, sind schon hochwertig“, unterstreicht auch Tanja Rauschtenberger.

Vorbereitung von A bis Z

Die freischaffende Künstlerin, die auch als Lehrerin am Gymnasium tätig ist, hatte den Kontakt zu der BBK-Galerie – der Galerie des Bundesverbandes bildender Künstler Aachen/Euregio – vermittelt. Weil sie überzeugt ist, dass die Schülerarbeiten neben den Werken professioneller Künstler bestehen können, die in der Ausstellung „at floating balance“ zu sehen sind.

Exklusive Einblicke gibt es obendrein. „Die Schülerinnen sind von A bis Z an der Vorbereitung der Ausstellung beteiligt“, sagt sie. Bei der Vernissage werden sie ein wenig von der Entstehung erzählen. Klar, dass das für Lampenfieber sorgt. „Das wird schon größer“, sagt Jana Speer.

Noch etwas müssen die Teenager: sich Preise ausdenken. Wie bei solch einer Ausstellung üblich, sind die Werke auch zu haben. Ob sich tatsächlich Käufer für Schülerkunst finden? Damit rechnen die Gymnasiastinnen nicht wirklich. Aber schaden kann es nicht. Und das Gefühl, einmal wie „echte“ Künstler ausstellen zu können, unterstreicht es allemal.

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