Alsdorf - Schülerin stürzt im Alsdorfer Gymnasium aus dem Fenster

Schülerin stürzt im Alsdorfer Gymnasium aus dem Fenster

Von: Katrin Fuhrmann
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Am Gymnasium Alsdorf ist es gleich am ersten Schultag zu einem Zwischenfall gekommen. Foto: Katrin Fuhrmann

Alsdorf. Es sollte ein besonderer erster Schultag für die Schüler und Lehrer des Alsdorfer Gymnasiums und der Realschule werden. Schließlich konnten sie nach einem Jahr Verzögerung am Mittwoch in das neue Gebäude – das Kultur- und Bildungszentrum an der Konrad-Adenauer-Allee – einziehen.

Monatelang hatten die beiden Schulen auf diesen Tag hingefiebert. Die vergangenen Tage hatten fleißige Helfer noch den letzten Feinschliff für den „großen Tag“ erledigt. Alles war vorbereitet.

Doch gegen zwölf Uhr kam es am Mittwoch im Gebäude des Gymnasiums zu einem tragischen Unfall, der die Freude über die Inbetriebnahme des neuen Schulgebäudes mit einem Mal in den Schatten stellte.

Wie die Polizei mitteilte, ist aus noch nicht geklärten Gründen, eine Schülerin des Gymnasiums aus dem ersten Stock der Schule zu Boden gestürzt. Die Schülerin ist mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Laut Schulleitung habe der Schulsanitätsdienst sofort reagiert und den Notruf alarmiert. Zudem wurden die Rollladen des kompletten Gebäudes bei Eintreffen des Rettungsdienstes aus Sichtschutzgründe geschlossen.

Viel Zeit und Arbeit

Schulleiter Wilfried Bock und sein Stellvertreter Martin Wüller zeigten sich nach dem tragischen Unfall fassungslos und konnten die Bestürzung darüber kaum verbergen.

In den vergangenen Wochen haben sie viel Zeit und Arbeit investiert, damit am ersten Schultag alles reibungslos funktioniert. Schließlich wollten sie, dass den Schülern die Inbetriebnahme ihrer neuen Klassenräume, in denen sie in den kommenden Jahren viel Zeit verbringen werden, noch lange in guter Erinnerung bleibt.

Das Herzlich-Willkommen-Schild, das Realschulleiterin Reinhild Behr-Bennemann am Eingang der Schule befestigt hatte, wollte niemand mehr wahrnehmen. Sie wollte, dass die Schüler sich an ihrem neuen Lernort wohlfühlen und ab dem ersten Tag eine angenehme Atmosphäre erleben.

Wüller hatte für die Schüler eine Orgel organisiert, die für gute Laune zum Schulstart sorgen sollte. Dass die Orgel am Nachmittag nicht mehr ertönte, mag daran gelegen haben, dass Wüller sie nur für den Vormittag gemietet hatte. In Anbetracht der Umstände, passte es aber zum Bild, dass sich am frühen Nachmittag rund um das Gelände der Schule zeigte.

Unterricht geht weiter

In dem sonst so belebten Annapark herrschte Stille. Es mag ein Zufall sein, dass die Spaziergänger, die sonst so rege mit ihren Hunden auf dem Gelände unterwegs sind, am Mittwoch wohl eine andere Route eingelegt hatten. Auch das passte aber zu dem Bild und den Umständen. Und selbst die Parkplätze und Haltebuchten rund um das Gelände waren am frühen Abend leer. Eigentlich wollte die Schulleitung und die Lehrer am Mittwoch noch einmal ordentlich anpacken, denn einige Umzugskartons müssen noch ausgepackt werden. Die Arbeiten ruhten allerdings.

Für die Schüler geht der Unterricht am Donnerstag weiter. In den kommenden Wochen sollen sie sich mit dem neuen Gebäude vertraut machen. Klassenräume, Umgebung, Atmosphäre – das alles ist für die Schüler neu. Bis sich das Kollegium und die Schüler an den neuen Standort gewöhnt haben, wird noch etwas Zeit vergehen. In den kommenden Tagen wird die Stimmung an den beiden Schulen bedrückt sein.

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