Schüler sollen sich gegenseitig wertschätzen

Von: Stefan Schaum
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„Da steckt viel Herzblut drin!” Karin Steffen hat die „Wertschätzungs-Initiative” und die dazugehörigen Karten entwickelt. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ein wenig Mut kann bei der Sache nicht schaden. Dabei nämlich, sich ein Herz zu fassen und einem Freund, einem Kollegen oder einfach bloß einem Bekannten mal zu sagen, was man eigentlich an ihm mag. Warum er so ein netter Kerl ist. Oder so eine prima Mitschülerin.

Um solche Wertschätzungen geht es bei einer Initiative, die eine Alsdorfer Handwerksfirma möglichst in die gesamte Bundesrepublik tragen möchte.

Wo bleibt der Respekt?

Vor allem die junge Generation ist dabei im Blick. Die Schüler. Schon seit geraumer Zeit grämt es Firmenchef Rolf Steffen nämlich, dass es den Bewerbern um Ausbildungsplätze häufig nicht bloß an guten Deutsch- oder Mathematikkenntnissen fehlt. Sondern ganz allgemein an Tugenden wie Höflichkeit, wie Respekt.

Er ahnt, warum das so ist. „Ich glaube, dass immer mehr die Unterstützung durch die Eltern fehlt. Die Erziehungsaufgaben werden immer häufiger auf die Lehrer übertragen. Sie sollen neben dem Wissen auch die Sozialkompetenz vermitteln.”

Dass sie dabei scheitern, sei nicht ausgeschlossen. Deshalb will er ihnen nun ein hilfreiches Werkzeug an die Hand geben. Unterrichtsmaterial, zu dem Power-Point-Präsentationen und Bilder gehören. Auch Comics sind im Paket enthalten, die etwa das Thema „Mobbing” in modernem Look jugendgerecht darstellen.

Der Clou des ganzen sollen die „Wertkarten” sein, die es im Postkarten- und im Visitenkartenformat gibt. „Ich mag an Dir...” steht über den Motiven auf der Vorderseite. Die Rückseite bietet Platz, um diesen Satz zu ergänzen, um die Vorzüge des anderen zu beschreiben. Das hat ein wenig von der Tradition in den USA, sich am Valentinstag in den Klassenzimmern liebe Grüße in Briefchenform zuzustecken. Bloß soll es hierzulande eben ganzjährig geschehen.

Angepeilt sind für die Unterrichtsreihen zum Thema „Wertschätzung” zunächst die siebten Klassen der weiterführenden Schulen. Freilich seien nach oben und unten keine Grenzen gesetzt, sagt Karin Steffen, die die Texte rund um die Initiative entwickelt hat.

Die finden sich neben 14 Wertkarten auch in einem Büchlein, das nicht bloß an Schulen Anklang finden soll. Die Alsdorfer Buchhändlerin Heidrun Thater hat die Exemplare in ihrem Sortiment. Und siehe da: „Sie stoßen auf richtig großes Interesse. Viele Kunden lassen sich die Bücher erklären und kaufen sie.”
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