Schüler nehmen an Programm des Pädagogischen Austauschdienstes teil

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Junge Besucher aus China, Togo, Turkmenistan, Montenegro und Weißrussland: Lydia Becker-Jax (l.), Direktorin des Gymnasiums in Würselen, ist beeindruckt von der Disziplin und Zielstrebigkeit der Austauschschüler. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. Sie kommen aus China, Togo, Turkmenistan, Montenegro und Weißrussland. Sie sind 15, 16 und 17 Jahre alt und sprechen so gut Deutsch, dass sie im Fach Deutsch als Fremdsprache in nationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurden. Sie sind vier Wochen in Deutschland und zwei davon in Würselen.

„Ich bin stolz, dass unser Gymnasium eines von 50 Schulen deutschlandweit ist, das an dem Programm des pädagogischen Austauschdienstes teilnimmt“, sagte Lydia Becker-Jax, Direktorin des Städtischen Gymnasiums, die vor allem die interkulturelle Verständigung der Schüler, den Kontakt der Menschen in der ganzen Welt, zu schätzen weiß. „Indem die Schüler zusammen sind, von Lehrern und unserem Schüler Kay Frenken begleitet werden, am Unterricht teilnehmen, werden Vorurteile anderer Nationalitäten gegenüber abgebaut. Außerdem passt dieser Austausch ganz wunderbar in unser Profil, denn seit zwei Jahren ist das Städtische Gymnasium Schule ohne Rassismus“, erklärte die Direktorin.

Nun steht Sport auf dem Stundenplan, Deutsch, Englisch, Kunst und Physik. Es wird Politik unterrichtet, und Teilchenphysik im Physikzentrum der RWTH gelernt.

Und was fanden die ausländischen Schüler besonders toll? „Die Deutschen sind pünktlich, sauber, und in der Stadt gibt es so viele schöne Blumen und Bäume“, erklärte die Schülerin aus dem chinesischen Shanghai und ergänzte: „Wir haben nicht so viel Natur in der Stadt.“ Der Schüler aus Turkmenistan dagegen registrierte die vielen Windräder, die auf den Feldern stehen. „Ich bin davon begeistert. Ich interessiere mir sehr für Biologie und Ökologie. Ich weiß, dass Deutschland gegen Atomkraft ist und auf die Natur achtet. Das sind wichtige Standpunkte, wie ich finde.“

Gemeinsam wurden die Schüler von Bürgermeister Arno Nelles im großen Sitzungssaal im Rathaus begrüßt, der sich angesichts der aktuellen „Völkerwanderung“ der Menschen, die in Europa Unterstützung suchen, über den Besuch der Schüler freute. „Vor 70 Jahren waren es Europäer, die nach Amerika auswanderten. Heute müssen wir in Europa die Aufgabe bewältigen, die Flüchtlinge bei uns aufzunehmen. Das schaffen wir nur gemeinsam. Wenn wir uns über die Grenzen hinweg kennen, können wir gemeinsam Lösungen finden“, sagte Arno Nelles, der in strahlende Gesichter schaute. Die Schüler fühlten sich wohl. „Das Leben in Deutschland ist so viel freier als bei mir zu Hause“, sagte die Schülerin aus Montenegro. In Deutschland hat keiner Angst, seine Meinung zu sagen. Das ist in meiner Stadt, in der 13.000 Einwohner leben, anders.“

Und was ist noch anders? „Der Englisch-Unterricht“, erklärte die Schülerin aus Weißrussland. „Obwohl ich nichts verstanden habe, weil bei uns Englisch nicht unterrichtet wird, fand ich es toll, dass der Lehrer die ganze Zeit im Unterricht Englisch gesprochen hat. Unser Lehrer spricht im Deutsch-Unterricht Russisch“, erzählte sie – in dialekt- und fehlerfreiem Deutsch.

Das weitere Programm in Deutschland: Berlin, Köln und Bonn. „In Deutschland gibt es überall Dome“, sagt der Schüler aus Togo, der in Köln und Aachen von den historischen Bauwerken fasziniert war. Während die Schüler noch von netten, freundlichen und hilfsbereiten Deutschen schwärmten, von der Herzlichkeit, mit der sie überall aufgenommen werden, urteilte Lydia Becker-Jax: „Ich bin überwältigt von den Deutschkenntnissen.“

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