Schüler machen sich stark gegen Rassismus

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Setzen sich gegen Diskriminierung ein: (v.l.) Seyda Atli (Schülervertretung), Kay Frenken (SV), Jana Mund (7a), Cornelius Münstermann (SV), Dilara Hektor (7a), Sonia Küffmeier (7a), Chiara Mareta (5d), Anna Klinkenberg (EF), Jenny Winter (7a), Rebecca Lehninger (EF), Lotta Brumberg (7a), Maike Stercken (EF), Miriam Große-Oetringhaus (SV) und Direktorin Lydia Becker-Jax. Foto: Nina Krüsmann

Würselen. Eine ganze Schulwoche lang drehte sich am Gymnasium der Stadt Würselen alles rund um das Thema „Schule mit Courage“: Vom 9. bis zum 12. Juni fand im Gymnasium eine Ausstellung mit dem Titel „Courage!“ statt. Dabei wurden im Unterricht erstellte Projekte gezeigt.

Schon seit 2013 beteiligen sich Schule und Schülervertretung am Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Vereins „Aktion Courage“. Das Projekt habe nicht nur bei den Schülern für großes Interesse gesorgt, sondern auch bei vielen Lehrern und Eltern, sagt Bastian Firneburg von der Schülervertretung.

Freie Herangehensweise

Ausführlich haben sich die Schüler mit dem Thema Diskriminierung auseinandergesetzt. Im Geschichts-, Politik-, Religions- und auch Philosophieunterricht wurde in Gruppen gearbeitet. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Den Schülern stand es frei, wie sie an das Thema herangehen wollten. Auch die Themen Sexismus, Homophobie oder politische Verfolgung wurden mit einbezogen.

Einige herausragende Arbeiten erhielten zum Abschluss eine besondere Würdigung: Die Gruppen erhielten Gutscheine für einen Besuch im Kletterwald Aachen und der Boulderhalle Moove, die gestiftet wurden. Die Gewinner waren von den Besuchern der Ausstellung, also auch von den Schülern selbst gewählt worden.

Ergebnisse des Projekts waren spannende Vorträge, Theaterstücke, Filme, Tanz, Lyrik, Lieder und Kunstwerke, die meist von drei bis sechs Schülern gemeinsam erstellt wurden.

Das Siegerprojekt der Klasse 5 beispielsweise ist ein Plakat, das über die verschiedenen Formen von Diskriminierung informiert und deutlich macht, wo die Jugendlichen davon im Alltag betroffen sind. Innerhalb der Klasse 7 wurde ein Kurzfilm prämiert, der zeigt, wie Migranten und Juden zu Zeiten der NS-Herrschaft im Alltag diskriminiert wurden. Der Darstellung wurden dann heutige Formen der Diskriminierung von Ausländern gegenübergestellt.

In einem Film machten Schüler deutlich, dass sie Diskriminierung verurteilen und sich klar zur Freundschaft bekennen.

Auch ein Gemälde auf Leinwand, auf dem in zahlreichen Sprachen das Wort „zusammen“ geschrieben steht, wurde gewürdigt. Gestaltet wurde es von einer Gruppe der ehemaligen Klasse 10. Im Vordergrund des Bildes ist eine weiße Hand mit der Überschrift „Meine Hand gegen Rassismus“ zu sehen.

Der Verein „Aktion Courage“ wurde 1992 von Bürgerinitiativen, Menschenrechtsgruppen, Vereinen und Einzelpersonen als eine Antwort auf den gewalttätigen Rassismus, der sich in Mölln, Solingen, Hoyerswerda und Rostock Bahn brach, gegründet.

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