Schüler machen sich Gedanken über „gutes Leben“

Von: dag
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Die Theatergruppe „Voces en Pie“ aus Bolivien präsentiert das Stück „Vivor Bien“ mit Musik in der Alsdorfer Gesamtschule. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Alsdorf. Traditionelle Werte trafen auf moderne. Ausdrucksstark durch szenische Bilder, die fast ohne gesprochene Worte auskamen, ließ die Theatergruppe Voces en Pie aus Bolivien das Publikum in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule an ihrer Lebensrealität teilhaben.

Nach einem kurzen Grußwort durch Lehrer Michael Mohr ging es los. Interessiert verfolgten die rund 150 Schüler der Klassen sieben bis neun mit ihren Lehrern das Geschehen auf der „Bühne“, wo sieben junge Erwachsene aus El Alto in Bolivien dazu einluden, sich mit dem Thema „Gutes Leben“ zu beschäftigen.

Was bedeutet „Vivir Bien“ für junge Leute, die in einer Stadt leben, die in etwa 15- bis 20-mal so viele Einwohner hat wie Alsdorf, die auf einer Höhe von mehr als 4000 Metern in den bolivianischen Anden liegt und somit eine der höchst gelegenen Städte der Erde ist, die in einer Großstadt leben, die von starker Umweltverschmutzung, Individualisierung und einem großen Konsumangebot geprägt ist. Die Schauspieler verdeutlichten die Auseinandersetzung mit den Werten des „Vivir Bien“ und deren Integration in den eigenen Alltag. Sie reflektierten Handlungsmöglichkeiten.

Diskussionen und Workshops

Untermalt wurde das Stück mit Musik aus der Andenregion, die von den Schauspielern und Schauspielerinnen selbst gespielt wurde.

Im Anschluss wurde die Idee des „Guten Lebens“ gemeinsam mit den Schauspielern diskutiert und es lockten themenbezogene Workshops. Über die Idee der nachhaltigen Entwicklung sei es zu diesem Projekt gekommen, erklärt Erni Parschmann, die den Kontakt herstellte. Die Lehrerin ergänzt: „Wir sind halt eine Agenda-Schule.“ Natürlich hatten sich die Klassen im Vorfeld darauf vorbereitet, sich Fragen überlegt, auf denen sie im Stück, die ein oder anderen Antwort sogar schon fanden.

Unter dem Motto „Eine Brücke bauen zwischen Bolivien und Deutschland“ tourt die Gruppe noch bis zum 7. Juni durch Deutschland. Entstanden ist die Tour-Idee aus der Begegnung mit jungen Erwachsenen aus Deutschland, die im Kinder- und Jugendzentrum Chasqui ein Freiwilligenjahr verbracht haben.

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