Herzogenrath - Schüler informieren sich im Technologiepark über ihre Zukunft

Schüler informieren sich im Technologiepark über ihre Zukunft

Von: Katrin Fuhrmann
Letzte Aktualisierung:
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Nicht nur die Schüler stellten beim Ausbildungsmarkt im Technologiepark viele Fragen – auch die Unternehmen wollten von den Schülern so einiges wissen. Foto: Katrin Fuhrmann

Herzogenrath. Die Schülerinnen Doreen (15) und Lea (16) wissen genau, was sie beruflich später einmal machen möchten: Sie wollen älteren Menschen helfen. Daher suchen beide eine Ausbildung in der Pflege. So sicher, wie Doreen und Lea, sind sich viele Schüler allerdings nicht.

Beim Ausbildungsmarkt der Städte Herzogenrath und Alsdorf im Technologiepark Herzogenrath konnten Schüler, Absolventen – und auch deren Lehrer und Eltern – am Donnerstag Berufsbilder kennenlernen und erste Kontakte zu Firmen knüpfen. Mit dabei waren rund 50 Arbeitgeber mit mehr als 100 Berufen unterschiedlicher Branchen.

Während der ein oder andere Schüler etwas orientierungslos von Stand zu Stand schlenderte, steuerten Lea und Doreen direkt die Firmen an, die Ausbildungsplätze in der Pflege anbieten. Lea und Doreen wollten vor allem wissen, welche Schwerpunkte die Ausbildung beinhaltet und wie viel Geld sie während und vor allem nach der Ausbildung verdienen. Mit diesen Fragen waren die beiden Schülerinnen aber nicht alleine.

Vor allem die Verdienstmöglichkeiten sind für viele Schüler auf der Suche nach einer Ausbildung von entscheidender Bedeutung. Aber nicht nur die Schüler stellten Fragen – auch die Unternehmen wollten von den Schülern so einiges wissen.

Welche Fächer machen euch besonders viel Spaß in der Schule und in welchen tut ihr euch eher schwer? Habt ihr viele Fehlstunden? Und macht euch frühes Aufstehen etwas aus? Viele Schüler nutzten die Chance, die Unternehmen von sich zu überzeugen. Sie zeigten ihre Stärken auf, erwähnten ihr ehrenamtliches Engagement und ihren Willen, ein Zeichen für die berufliche Zukunft zu setzen.

Pünktlichkeit und Ordnung

Aber nicht alle Fragen konnten die Schüler immer sofort beantworten. Einige zögerten. „Man will ja auch nichts Falsches sagen oder falsch wahrgenommen werden“, sagte die 17-jährige Sarah. Einige Schüler antworteten aber aus einem bestimmten Grund nicht. Sie mussten sich eingestehen, dass sie die Antwort zwar kannten, aber nicht sagen wollten – so wie der 16-jährige David. „Ich komme manchmal zu spät in den Unterricht. Das will ich aber ändern“, sagte er.

Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Ordnung wird bei den Unternehmen groß geschrieben. Das machte Anne Zakowski, Azubimarketing und Rekruting von Saint Gobain, während einer Talkrunde, die von unserer Redakteurin Verena Müller moderiert wurde, deutlich. „Noten sind nicht immer entscheidend. Wichtig ist, dass die Auszubildenden nicht zu spät kommen und keine unentschuldigten Fehlstunden haben“, sagte sie und betonte, dass vor allem ein vernünftiger Lebenslauf und ein ordentliches Bewerbungsanschreiben wichtig seien.

Doch da fängt es häufig schon an: Nicht alle Schüler wissen, wie eine Bewerbung und ein Lebenslauf auszusehen haben. Und das, obwohl sie es eigentlich wissen müssten, weil sie es in der Schule lernen, sagten Margret Zimutta und Rosi Denes. Die beiden Lehrerinnen der Gesamtschule Kohlscheid waren mit ihren Schülern der neunten Klasse das erste Mal auf dem Ausbildungsmarkt. „Ich finde schon, dass die Schüler auf die Zukunft vorbereitet werden. In vielen Fächern wird das Thema Ausbildung und beruflicher Werdegang immer wieder thematisiert“, sagt Denes.

Aber: „Wir stellen auch fest, dass manche Schüler gar keine Ahnung haben, was sie wollen. Es kostet sie sehr viel Überwindung, auf dem Aufbildungsmarkt mit Menschen ins Gespräch zu kommen“, sagte Zimutta. Und ergänzte: „Einige Schüler haben auf nichts Bock. Sie haben noch nicht realisiert, wie wichtig es ist, sich um seine berufliche Zukunft zu kümmern.“

Zimutta und Denes wollen aber nicht aufgeben und ihre Schüler immer wieder motivieren. „Es ist wichtig, ihnen klar zu machen, dass sie das nur für sich und für niemand anderen tun“. Die beiden Lehrerinnen betonten aber auch, dass genauso viele Schüler genau wüssten, welchen Berufsweg sie einschlagen wollen.

Das machen, was Spaß bereitet

So war es auch bei Christopher Lehnen (18). Weil er besonders kreativ ist und immer ambitioniert ist, Ziele in die Tat umzusetzen, absolvierte er ein duales Studium, um „Matse“ zu werden – hinter dem Wort verbirgt sich der Beruf des Mathematisch-technischen Softwareentwicklers. Er appellierte an die Schüler, das zu machen, was ihnen Spaß macht.

Das wollen auch Margret Zimutta und Rosi Denes ihren Schülern mit auf den Weg geben. „Selbst wenn es mit einer Ausbildung nicht direkt klappt, sollen sie nicht aufgeben und auf ihre Stärken vertrauen“, sagte Margret Zimutta.

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