Herzogenrath - Schüler engagieren sich für Afghanistan

Schüler engagieren sich für Afghanistan

Von: nina
Letzte Aktualisierung:
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Willkommene Unterstützung: Renate Becker-Czenia von der Kinderhilfe Afghanistan, die stellvertretende Schülersprecherin Ummü Dedeoglu und Schulleiterin Gisela Müller (v.l.). Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Nicht reden, sondern helfen wollen die Schüler der Erich-Kästner-Schule. Mit 2729 Euro, dem Erlös einer Projektwoche im März, unterstützen die Hauptschüler die Kinderhilfe Afghanistan.

„Das ist eine Wahnsinnssumme, in Afghanistan können davon zwei Lehrerinnen ein Jahr lang ihr Gehalt bekommen”, freut sich Renate Becker-Czenia von der Kinderhilfe Afghanistan.

Anfang des Jahres war sie mit der Schule in Kontakt gekommen. „Unsere Schüler wollten nicht wie alle anderen für Haiti spenden, sondern für ein Land, das sonst wenig Hilfe erfährt”, schildert Schulleiterin Gisela Müller.

„Die Idee kam aus unserer Klasse, als wir Besuch von einem Bundeswehrsoldaten hatten, der zwei Jahre in Afghanistan gewesen ist”, erzählt die stellvertretende Schülersprecherin Ümmü Dedeoglu. Nachdem dieser berichtet hatte, wie es den Gleichaltrigen in den Kriegsgebieten vor Ort geht, sei ein Ruck durch die Klasse 10b gegangen.

„Wir waren entsetzt über die Zustände, haben überlegt, was wir tun können”, sagt die 17-Jährige. Die Bedingungen afghanischer Schulkinder seien unvorstellbar. „Ein Schulweg unter drei Stunden ist die Seltenheit, die Räume haben keine Fenster, es gibt kein Papier und schon gar keine Bücher”, zählt Müller auf, warum Hilfe Not tut.

Erfolgreicher Flohmarkt

Gesagt, getan. Während der Projektwoche wurde gemalt, gebastelt, gebacken und geprobt, was das Zeug hält. „Auf unserem Schulfest haben wir dann eine Art Flohmarkt aufgebaut und mit unseren Produkten reißenden Absatz gefunden”, sagt Dedeoglu. „Wir sind über jede Spende froh. Mit dem Erlös des Schulfestes soll in Afghanistan nun der Bau einer Schule oder die Finanzierung der Lehrergehälter unterstützt werden”, freut sich Becker-Czenia.

Seit 2001 hat die von Dr. Reinhard Erös gegründete „Kinderhilfe Afghanistan” 25 Schulen, mehrere Waisenhäuser, Solaranlagen und Basis-Gesundheitsstationen gebaut. „Ich bin vor einigen Jahren auf Dr. Erös´ Engagement aufmerksam geworden und will es gerne unterstützen”, sagt Becker-Czenia, die als Kontaktperson zum Verein fungiert. Faszinierend findet sie, dass die Kinderhilfe „Hilfe zur Selbsthilfe” betreibe: „Dr. Erös macht alles mit den Menschen. Über den Bau von Schulen schafft er Arbeitsplätze vor Ort, so dass sich die Arbeiter mit ihren Schulen identifizieren.”

So bekomme die nächste Generation am Hindukusch eine Chance, ihr Land im Frieden aufzubauen.
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