Schüler des Berufskollegs gestalten Ausstellung

Von: Anja Klingbeil
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Ausstellung im historischen Gebäude: Dabei haben die Schüler des Alsdorfer Berufskollegs gemeinsam mit ihrem Lehrer Klaus Sellung besonders auf Ungewöhnliches geachtet. Herausgekommen sind künstlerische Aufnahmen, die das Thema Bergbau neu inszenieren.

Alsdorf. Dass eine Schraube eine solche Ausstrahlung haben könnte, hätte Denise Kaihauer zu Beginn gar nicht gedacht. Doch bei der Auswahl der vielen Fotos, die die Schüler des Alsdorfer Berufskollegs für die Ausstellung „Spurensucher - Neues aus der Jugendkaue” im Energeticon zusammengestellt haben, ist es gerade diese Aufnahme, die ihr besonders gut gefällt.

Nicht nur, weil es ihr Schnappschuss ist, der dort zu sehen ist. „Was man grundsätzlich gar nicht direkt beachten würde, ist auf einem Foto doch plötzlich sehr interessant”, sagt Denises Mitschülerin Alexandra Kosiol.

Und so sind in der Ausstellung im Kauengebäude viele Bilder zu finden, auf denen Details und zunächst einmal vermeintlich Unscheinbares in den Mittelpunkt gerückt sind.

Gemeinsam mit ihrem Lehrer Klaus Sellung hatten sich die Berufsschüler aufgemacht, die Bergbaugeschichte, die einst das Bild der Region prägte, mit der Kamera einzufangen.

„Es ist spannend zu sehen, in welchen Perspektiven die Jugendlichen die Spuren des Bergbaus eingefangen haben”, sagt Birgit Godehardt, Geschäftsführerin des Energeticon-Vereins.

Das „schwarze Alsdorf”

Auf Motivjagd waren die Jugendlichen nicht nur in Alsdorf, sondern auch an den alten Bergbau-Stätten in Baesweiler und im Merksteiner Grube-Adolf-Park.

„Im Verlauf der Arbeit hat es sich ergeben, dass die Jugendlichen einen hohen künstlerischen Anspruch entwickelt haben”, erzählt Lehrer Klaus Sellung.

Dabei war es gar nicht so einfach, „das schwarze Alsdorf” und die Geschichte des Steinkohlebergbaus einzufangen.

Haben doch die meisten der jungen Erwachsen kaum oder gar keine Erinnerungen mehr an die Zeit, als etwa auf Anna noch Kohle gefördert wurde. „Mein Opa hat mir aber viel davon erzählt”, berichtet Sebastian Röber.

Etwa von den Kanarienvögeln, die damals mit unter Tage genommen wurden, um zu sehen, ob genügend Sauerstoff vorhanden war. „Mehrere Hundert Meter mussten die Arbeiter in die Tiefe. Das war bestimmt sehr anstrengend und ein gefährlicher Job mit dazu”, sagt Sebastian.

An die Sprengung des Turmes auf dem Anna-Gelände erinnert sich der 18-Jährige noch gut. „Das haben wir ja auch auf Video zu Hause”, erzählt er.

Knapp 800 Fotos haben die Jugendlichen insgesamt gemacht. „Da waren wirklich sehr viele gute mit dabei”, sagt Lehrer Klaus Sellung. Die Auswahl fiel entsprechend schwer. „Wir haben uns dann für die Bilder entschieden, die gut zusammenpassten”, erklärt Hasim Malik.
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