Schüler der Europaschule stellen Kunstwerke aus

Von: Yannick Longerich
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Elena Becker, Tom Kleynen, Max Schmitz, Mara Müller, Imke Voigt und Basma Al-Salhi (v.l.n.r.) posieren vor einer Collage zum Thema Selbstfindung. Rechts im Bild ist die teils kritische Arbeit von Lea Blauth über Schönheitsideale, „Das Ich ist ein anderer“, zu bewundern. Foto: Yannick Longerich.

Herzogenrath. Hohe Kunst für jedermann. Von Menschen, für Menschen, über Menschen – dem Motto von Prof. Dr. Fritz G. Rohde für „seinen“ Eurode-Bahnhof wurde von den Schülern der Europaschule dieser Tage eine neue Facette gegeben.

Unter dem Titel „Wer bin ich? Wofür stehe ich? Was umgibt mich?“ stellten die jungen Künstler ihre Arbeiten im Euregio-Forum für Kunst und Kultur aus.

Alles begann mit einer guten Idee. Als Lehrerin Imke Voigt zusammen mit ihren Schülern einst darüber nachdachte, den „einfachen“ Kunstunterricht zu erweitern, konnte noch niemand ahnen, dass sie nun bereits zum zweiten Mal die ehrwürdigen Hallen des Eurode-Bahnhofs schmücken könnten. „Im vorigen Jahr war unser Künstlerteam sehr oberstufenlastig. Dieses Mal sind wir mit über einhundert Schülern gleichmäßig von der Jahrgangsstufe 5 bis in die Q2 vertreten“, freut sich Imke Voigt. Der erfolgreichen Anfrage an die Kunstfachschaft der Europaschule folgte schnell eine begeisterte Kooperation mit der Galerie im Bahnhof.

Das Projekt ist längst über den normalen Unterricht hinaus gewachsen. Gut die Hälfte der beteiligten Schüler wurde über den Kunstunterricht von Voigt und Kollegen „rekrutiert“, der Rest der Künstlergilde stieß aus Interesse hinzu. Lehrer Tom Kleynen erzählte: „Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben wir viele jüngere Schüler dabei. Dies hat bewirkt, dass die Arbeiten zum Thema Selbstwahrnehmung und -darstellung sehr unterschiedlich und damit tiefgründiger ausfallen.“ Neben detaillierten und oftmals kritischen Collagen und Bilderstrecken zum Thema Schönheitsideal und Selbstdarstellung setzten die Schüler einen weiteren Schwerpunkt auf „Fragen an die Welt“.

Der durchaus philosophische Ansatz „Wer bin ich und was umgibt mich?“ wurde auf unterschiedlichsten Ebenen bearbeitet. Angefangen bei der Darstellung von Freizeitgestaltungen, über Erwartungen an die eigene Entwicklung, bis hin zu einer ganz grundsätzlichen Definition des „Seins“ war bei der Vernissage einiges geboten.

Fritz Rohde erlebte den Großteil des Trubels entspannt und etwas zurückgezogen in seinem Büro: „Solche Veranstaltungen sind das Elixier, von dem die einfache Kunst lebt. Der Nachmittag gehört den jungen Schülern, sie haben Hervorragendes geleistet.“ Die Galerie veranstaltet ungefähr sechs Ausstellungen im Jahr – meist von Profis. Schon allein unter diesem Gesichtspunkt ist es beachtlich, was die Schulkünstler geleistet haben. „Mit unserer ausgestellten Kunst möchten wir in die Bevölkerung hinein wirken“, erläuterte Rohde. Viel Arbeit und viel Emotion – die Europaschule hat diese Anforderungen mit Bravour erfüllt.

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