Schüler der Europaschule geben sich blutrünstig

Von: Sebastian Dreher
Letzte Aktualisierung:
her_vampire_bu
Vampire bei der Probe: (v.l.) Jennifer Müller, Kyra Jacobi, Tim Ehrhardt, Hanna Kaldenbach, Tobias Römgens, Dayana Safina, Kira Finken, Antonia Stahlberg, Julia Ensch, Selina Dreea und Anika Neugebauer (unter dem Tuch) von der Städtischen Gesamtschule Herzogenrath. Foto: Sebastian Dreher

Herzogenrath. Bleiche Wesen blecken die Zähne, rot gewandete Gestalten umringen einen leblosen Körper und lechzen nach dessen Blut. Bei der Probe zum Musical „Tanz der Vampire”, das die Schüler der Gesamtschule am kommenden Freitag, 23. April, um 19.30 Uhr aufführen werden, geht es ziemlich gruselig zu.

„Du musst dich mehr bewegen, immer in Bewegung bleiben”, ruft Projektleiterin Nicole Jacobi ihren Schützlingen zu, die sehr routiniert ihren Text sprechen und in erstaunlich gelungener Choreografie auf der Bühne umherlaufen. Der Plot folgt im Großen und Ganzen der Thematik, die man aus dem Polanski-Klassiker kennt. „Wir mussten die Handlung leider etwas ändern, um keinen Ärger wegen der Verletzung des Copyrights zu bekommen”, sagt Jakobi.

Die Story: Ein schusseliger Professor und sein Assistent (die Hauptperson Alfred) wollen beweisen, dass es Vampire gibt. Dazu reisen sie nach Transsylvanien, wo sich Alfred in die schöne Wirtstochter Sarah verliebt. Graf Krolok alias Dracula hat jedoch auch ein Auge auf das Mädchen geworfen und entführt sie auf sein Schloss. Beim Ball der Vampire kommt es zum Showdown...

Die Gesamtschule am Langenpfahl, die den Titel Europaschule trägt, hat in der Vergangenheit schon einige Bühnenwerke in Szene gesetzt. Ihrem Namen voll gerecht werdend, wurde jüngst auch ein dreisprachiges Drei-Nationen-Projekt realisiert: der Ödipus auf Deutsch, Niederländisch und Französisch. Grenzüberschreitende Kooperationen dieser Art gehören zu den Kriterien, die die Schule erfüllen musste, um den begehrten Titel zu erlangen. Zusätzlich dazu wird ab der fünften Klasse Französisch, Niederländisch oder Spanisch als zusätzliche Fremdsprache zu Englisch unterrichtet sowie europäische Themen in den Unterricht einbezogen.

„Das aktuelle Bühnenprojekt wird durch das Landesprogramm NRW Kultur und Schule´ finanziert, daneben haben wir noch unseren Förderverein, Spender und Sponsoren”, sagt Jens Klein, didaktischer Leiter. „Dadurch können wir einen kostenlosen Eintritt gewährleisten und unseren Gästen in der Pause Pizza, Bruschetta und Eis anbieten.”

„Gänsehaut ist garantiert”, verspricht Eugen Reschke, der den Alfred spielt. „Ich hoffe, dass am Freitag viele Leute kommen. Wir werden auf jeden Fall Spaß haben.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert