Schüler beteiligen sich an Gedenkveranstaltung am VVN-Mahnmal

Von: ehg
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Gedenkveranstaltung am VVN-Denkmal in Würselen: Schüler des Städtischen Gymnasiums engagieren sich dabei. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Unterstützt vom Arbeitskreis „Kein Vergessen“ unter Ex-Lehrer Jürgen Hohlfeld, gestalteten Schüler aus den Geschichtskursen der Klasse 9 des Städtischen Gymnasiums unter der Regie ihrer Lehrerinnen Carina Asikan und Nicola Mentenich erneut eine Gedenkveranstaltung am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Nazi-Terror, am neu errichteten VVN-Mahnmal an der Kreuzung Bahnhofstraße/Nordstraße.

Die beiden Lehrerinnen freute es, eine stattliche Anzahl von Schülerinnen und Schülern zu dieser denkwürdigen Veranstaltung begrüßen zu können. Für das Zeichen, das durch sie gesetzt wurde, bedankte sich Bürgermeister Arno Nelles herzlich.

Da die Zahl der noch lebenden Zeitzeugen immer kleiner werde, sei es wichtig, dass die nachfolgenden Generationen dafür sorgen, dass die Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes nicht in Vergessenheit geraten.

Nelles spornte die jungen Leute an, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass die in den vergangenen Jahrzehnten errungenen Werte erhalten bleiben und gemehrt werden.

„Dazu müssen wir unsere Stimme erheben“, schärfte er den Blick für die autokratischen Machenschaften von Trump, Erdogan und Le Pen sowie der AFD in Deutschland.

Nelles wünschte, „dass wir den Tag der Mahnung und der Hoffnung, den 8. Mai, weiter in Freiheit und Gerechtigkeit begehen können“.

Als Gast erinnerte VVN-Landessprecher Udo Beitzel Buchenwald an den Hass der Nazis, die Vernichtung von Millionen Menschen und an den Schwur von Buchenwald am 19. April 1945. Da Europa ins Wanken geraten sei, sei es um so wichtiger, an den Geist des Schwurs dieses Tages zu erinnern. „Wir leben in einer Welt, die mehr und mehr unsolidarisch und nationalistisch wird“, rief Beitzel zur Wachsamkeit auf.

„Wir dürfen nicht schweigen, und die Welt darf nicht vergessen!“ Die Vereinigung der Verfolgten des Nationalsozialismus (VVN) sehe das Ziel, das im Schwur von Buchenwald einst formuliert worden sei, als nicht erreicht an. Sie fordere ein solidarisches Miteinander und ein klares Vorgehen gegen jene, die die damalige Intention verfälschen wollen.

Beitzel schloss seinen Appell mit Worten des ehemaligen Buchenwald-Hälftlings Stéphane Hessel: „Wenn man sich über etwas empört, wie mich der Naziwahn empört, wird man aktiv, stark und engagiert.“

In ihren Beiträgen beleuchteten die Schüler des Städtischen Gymnasiums verschiedene Aspekte dieses wichtigen Datums der deutschen Geschichte, sowohl den Widerstand gegen das NS-Regime als auch Aussagen von Zeitzeugen zum Ende des Krieges, Zeitungsberichte zum Thema „Der Krieg ist aus“ und Aussagen aus Reden der Bundespräsidenten, vor allem aus der denkwürdigen Rede von Richard von Weizsäcker im Jahre 1985.

Die Beiträge der Schüler gewährten interessante Einblicke in das historische Ereignis. Wie sie Deutschland erleben, dazu lieferten Schüler der Internationalen Klasse eindrucksvolle Beiträge. Traditionell endete die Gedenkstunde mit dem Lied „Die Moorsoldaten“ – mit dem Akkordeon begleitet von Ex-Lehrer Bernhard Wiesemann.

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