Schubkarrenrenner und Hüftenschwinger beim Zopper Siedlerfest

Von: Stefan Schaum
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Erst der Limbo-Dance, dann der Hoola-Hoop: Einige Leibesübungen im Nassen mussten die Teilnehmer über sich ergehen lassen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Auch so kann „Protest“ gegen das Nichtraucherschutzgesetz aussehen: Ein qualmender Riesenaschenbecher auf einer Schubkarre montiert, darunter ein Schild – „Rücksicht ist besser als Gesetz!“ Mit diesem Beitrag zum „Schubkarrenrennen“ haben die Zopper erneut gezeigt, dass sie den Mix aus Kommentar zum Zeitgeschehen und riesigem Blödsinn richtig gut drauf haben. Ein bißchen wie im Karneval. Nur deutlich feuchter.

Einmal mehr war das Event im Rahmen des Zopper Siedlerfestes auch dessen Höhepunkt, rein stimmungstechnisch betrachtet. Vier Karren zuckelten diesmal durch die Siedlung.

Neben dem rollenden Aschenbecher, aus dem es dank Rauchpatronen auch ordentlich qualmte, hatten die Teilnehmer ein mobiles Seniorenheim und eine Karre à la Ballermann gebastelt: Natürlich mit Sangria in Eimern. Das auf der Baleareninsel mittlerweile geächtete Trinkvergnügen, geht in Zopp noch locker durch. Eine Karre war dabei, die an die Anfänge des kuriosen Brauchtums in den frühen 1950er Jahren erinnerte. Sie war leer, denn damals schoben Männer bei den Rennen noch ihre Frauen durch die Siedlung.

Design ist Trumpf

Heute geht in Sachen Design deutlich mehr und auch die beiden „Tankstellen“ konnten sich sehen lassen. An der ersten der beiden Spielstationen mussten die Teilnehmer Körpergefühl beweisen. Unter einer Limbo-Stange mussten sie hindurchtanzen und einen Hoola-Hoop-Reifen um die Hüften kreisen lassen. Keine leichte Aufgabe angesichts der drückenden Hitze und dem alkoholischen Zusatztreibstoff, den Schubkarrenrenner gern verwenden. Am Ende war es, wie so oft: Einige landeten in voller Montur in den aufgestellten Planschbecken – und die johlende Menge hatte ihren Spaß.

Gut 200 Zopper haben den Tross quer durch die Siedlung begleitet. Zielübungen mit Hufeisen und eine Rutschpartie auf Schmierseife gab es bei der zweiten Station. Die war imposant: Aus 240 leeren Bierkästen hatten die Zopper eine „Bitburg“ gebaut. Dass die Macher in voller Rittermontur ordentlich ins Schwitzen kamen, nahmen sie in Kauf. Früher oder später gibt es beim Schubkarrenrennen garantiert die ein oder andere Abkühlung.

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