Alsdorf - Schrottplatz-Konzept findet Zuspruch

Schrottplatz-Konzept findet Zuspruch

Von: Karl Stüber
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Lärmintensiver Arbeitsschritt
Lärmintensiver Arbeitsschritt: Das Zerlegen von Schrott soll in der Mitte des Areals am Güterbahnhof stattfinden, um die Auswirkungen auf das Umfeld zu begrenzen. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Was lange währt, wird bisweilen endlich gut. Davon sind Verwaltung und Stadtentwicklungsausschuss überzeugt. Es geht um die Zukunft des Schrottplatzes des Alsdorfer Unternehmers Franz Plum am Standort am Güterbahnhof gegenüber dem Annagelände.

Das von dem Unternehmer vorgelegte „städtebauliche Konzept” wurde einhellig gebilligt. Und des Schrotthändlers Tochter Ulrike Plum, die gespannt die Sitzung des Fachausschusses verfolgte, zeigte sich auch „sehr zufrieden”.

Schrott ist zwar hoch begehrt, aber nicht schön anzusehen. Die Stadt will aus dem Annagelände und dem Umfeld ein Schmuckkästchen zur Ansiedlung von Handel und Gewerbe machen und auch den Bau von Wohnraum forcieren. Da stört der Blick auf Haufen von wiederverwendbaren Endprodukten der Zivilisation. Zumal die Städteregion mit Blick auf den Umweltschutz dem Unternehmer Grenzen der Aktivitäten aufgezeigt hatte.

Nun liegt das Konzept, das alle Interessen unter einen Hut bringen und auch die Zukunft des Unternehmens sichern soll, auf dem Tisch. Es geht um ein knapp vier Hektar großes Areal, das im Dreieck zwischen der Prämienstraße im Süden, der Berghalde Anna II im Westen und den Gleisen der Euregiobahn im Norden sowie östlich begrenzt durch den Park&Ride-Parkplatz liegt. Ursprünglich gehörten Plum nur 1,5 Hektar. Mittlerweile hat er 2,5 Hektar vom Eschweiler Bergwerksverein hinzugekauft, die er ohnehin nutzen konnte, wie die Verwaltung darlegte.

Schall- und Sichtschutz

Die Städteregion erlaubte bis zum 30. Juni 2014 eine Nutzung als Schrottplatz unter der Auflage, den Standort nach dem aktuellen Stand der Technik und des Umweltschutzes zu ertüchtigen. Hierfür müssen die Außenflächen neu organisiert und Lagerhallen errichtet werden, auch um das Orts- und Landschaftsbild zu verbessern. Hierzu wird Schrott Plum in drei Teilflächen unterteilt. Um das Umfeld von Emissionen zu entlasten, sollen in einem ersten Bauabschnitt neben der Schrottannahme die lärmintensiven Arbeitsschritte des Brennens, Zerkleinerns und Sortierens des Schrotts im mittleren Bereich konzentriert werden.

Die dort bereits existenten Gebäude dienen dabei als Schall- und Sichtschutz. Zudem sind dort die Errichtung einer Halle und eine anschließende acht Meter hoher Lärmschutzwand geplant. Dies alles soll bis Mitte 2014 fertig gestellt sein. In einem zweiten Schritt ist beabsichtigt, die alten Gebäude im nördlichen Bereich abzureißen und dafür eine neue Halle zu bauen. So werde ein „einheitliches Bild und ein wirksamer Schall- und Sichtschutz Richtung Annapark” geschaffen. Weitere Teilflächen sind weiterhin als „Freilagerflächen” für Schrott vorgesehen.

Auch die Grünen, denen der Zustand des Schrottplatzes am Güterbahnhof und des Ausweichplatzes an der Eschweilerstraße ein Dorn im Auge war, finden die nun vorliegende Lösung akzeptabel. Hartmut Malecha: „Dieser Vorgehensweise ist nichts entgegenzusetzen, zumal die Firma nun weiter existieren kann.”
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