Schrott kann so nicht bleiben

Von: -ks-
Letzte Aktualisierung:
Trauriger Anblick: An der ertÀ
Trauriger Anblick: An der ertüchtigten Strecke der Euregiobahn, die ab Dezember regelmäßig vom Annaplatz aus vier Kilometer weiter bis Mariadorf fährt, liegt der zentrale Schrottplatz der Firma Plum. Foto: Stüber

Alsdorf. Der Stadtentwicklungsausschuss hat dem Antrag der Grünen, das Thema Sachstandsbericht Schrottplätze Plum in Alsdorf in öffentlicher Sitzung zu diskutieren, nicht entsprochen. Hartmut Malecha und Friedel Wirtz (Grüne) scheiterten mit ihrem Vorstoß.

Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg begründete die ablehnende Haltung der Verwaltung mit „Datenschutzgründen”. „Die Verwaltung würde rechtswidrig handeln”, sagte sie. Auch eine Trennung in öffentliche und nicht-öffentliche Aspekte sei aufgrund der komplexen Materie nicht möglich. Der Fachausschuss folgte mehrheitlich dieser Auffassung. Unsere Zeitung hatte wiederholt über die Schrottplätze der Firma Franz Plum berichtet.

Wie die Technische Beigeordnete Lo Cicero-Marenberg nach der Sitzung auf Anfrage erklärte, begrüße es die Stadt Alsdorf ausdrücklich, dass Unternehmer Franz Plum nach Zukauf von EBV-Flächen am Standort am Alten Güterbahnhof (gegenüber dem Anna-Gelände) nun in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde Städteregion (Umweltschutz) und der Stadt ein Konzept erarbeiten wolle. Franz Plum hat vor, die derzeit offenliegenden Schrottberge weitgehend in Hallen „einzuhausen”. Wie zu erfahren war, will der Alsdorfer Unternehmer bald sein neues Gesamtkonzept den Behörden vorstellen.

In diesem Zusammenhang sei auch das Zwischenlager der Firma an der Ecke Eschweiler-/Carl-Zeiss-Straße zu sehen. Dies habe die Firma, so Lo Cicero-Marenberg, eingerichtet, weil am Hauptstandort an der Bahnlinie gegenüber dem Annagelände kein Platz mehr gewesen sei. Ziel sei, das Material an einem Standort, also dort am Alten Güterbahnhof, zu konzentrieren. Auch für diese Fläche an der Eschweilerstraße wolle Plum erläutern, was er dort letztlich vorhabe.

Sobald Plum sein Gesamtkonzept dargelegt habe, werde der Fachausschuss informiert, hieß es seitens der Verwaltung. Dann dürfte es um die Frage gehen, inwieweit angesichts des Gesamtvolumens eine Bauleitplanung erforderlich wird. Dies sei das geeignete Mittel, um der Stadt „weitere Möglichkeiten zur Konfliktoptimierung” an die Hand zu geben, also auch die Interessen der Allgemeinheit durchzusetzen, hieß es.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert