Würselen - Schon seit den Anfängen dabei

Schon seit den Anfängen dabei

Von: ro
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Gründungsmitglieder der UWG: Margit Kuztsche, Erich Horbach, Elisabeth Scherberich, Maria Liedtke, Clemens Sojka, Dieter Schillings (vorne, v.l.n.r.), Theo Scherberich, Heinz Leuchter, Ralf Steinweg, Ann Brab, Peter Scheeren, Walter Quadflieg (mittlere Reihe v.l.n.r.) und stehend Peter Mitschke (l.) sowie Hans Göbbels. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. Seit 1999 gehört die Unabhängige Wählergemeinschaft Würselen (UWG) zu einer festen Größe in der Würselener Kommunalpolitik. Bei der Kommunalwahl im August 2009 verwies die UWG die „etablierten” Parteien FDP und Grüne auf die Plätze vier und fünf und wurde nach SPD und CDU mit einem Stimmenanteil von über 15 Prozent drittstärkste kommunalpolitische Kraft in der Düvelstadt.

Im Rahmen einer Feierstunde ehrte die UWG nun eine Vielzahl von politisch engagierten Frauen und Männern, die seit der „ersten Stunde” bzw. seit zehn Jahren bei der UWG mitmachen. Die neue Vorsitzende der UWG, Sylvia T. Köhne, und Geschäftsführerin Martina Dubois freuten sich über den Besuch vieler politischer Weggefährten im Kulturzentrum Altes Rathaus.

Als Laudator hatte die UWG Erich Horbach, alias „Opa Schmitz”, gewonnen, der - mittlerweise 80 Jahre alt - in humorvoller Art die Zeit seit dem Einzug der UWG in den Stadtrat im Jahr 1999 Revue passieren ließ, natürlich „garniert” mit der einen oder anderen Spitze gegen den politischen Gegner.

Neue politische Richtung

Horbach zählt ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern der UWG und berichtete über die Entstehung: „Vor mehr als zehn Jahren trafen sich Würselener Bürger mit dem Ziel, eine neue politische Richtung in der bestehenden Parteienlandschaft der Stadt einzuschlagen”.

Hier engagierten sich vor allem Bürger aus Morsbach, die schon in den 1990er Jahren mit einer Bürgerinitiative auf die Probleme in ihrem Ortsteil aufmerksam machten. Hieraus entwickelte sich eine Bewegung für ganz Würselen.

Dabei wurde die UWG „argwöhnisch beäugt von den Etablierten, die den Neuen kaum eine Chance einräumten”. Horbach sagte mit seiner ihm typischen Ironie: „Es war die Zeit des Aquana-Baus, ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft Würselens. Denn hiermit begann der finanzielle Countdown der Stadt.”

Mit Fahrrad zum Amtsgericht

Grundsätzlich, so unterstrich Horbach, in seinem Rückblick, sei die UWG keine Partei, sondern ein Verein. Als kleine Anekdote erinnerte er an die besonderen Bedingungen, die von der UWG 1999 erfüllt werden mussten, um zur Wahl zugelassen zu werden: „Gründungsmitglied Maria Liedke brachte die notwendigen Unterschriften mit dem Fahrrad zum Aachener Amtsgericht!”.

Was ist in den letzten zehn Jahren politisch geschehen in Würselen? Hierzu Horbach: „Immer neue Wünsche wurden von den regierenden Parteien realisiert, die Stadt wurde zwangsweise in das Haushaltssicherungskonzept gesteckt, heute gehört Würselen zu den meist verschuldeten Städten in NRW”. Aufs Korn nahm er besonders die „Wurmtaleier”.

Welche Prioritäten nach Ansicht der UWG unter Bürgermeister Werner Breuer in der Verwaltung gesetzt wurden, machte Horbach anhand eines Beispiels deutlich: „Während eine Partnerschaft mit einer chinesischen Region angestrebt wird, bleiben die Probleme im Rathaus liegen”.

Die UWG habe sich immer bei den Wahlen als drittstärkste politische Kraft behauptet, „allein, weil sie sich den Bürgerwünschen verpflichtet sieht”. Die Probleme seien auch nach der Kommunalwahl 2009 nicht kleiner geworden, ergänzt Horbach. Die UWG habe immer wieder „gemahnt und Sparwillen eingefordert, ihre Vorschläge wurden abgelehnt”.

Die neue „Jamaika-Koalition” im Rathaus solle nun endlich einmal „zu Potte komme nach fünf Monaten Anlaufzeit”. Die Würselener Kommunalpolitik könne man derzeit „kaum ertragen, wenn man es nicht etwas auf die humorige Art nimmt”.

Erich Horbach alias „Opa Schmitz” ließ beste Grüße ausrichten von „Horst Schlämmer”, der als Bürgermeister in Würselen kandidieren wollte, davon aber Abstand nahm: „Als ich eure leere Schatztruhe zu Gesicht bekam, habe ich mich doch entschlossen, noch mal den Jakobsweg zu pilgern.

Eurem Nelles wünsche ich aus der Ferne einen guten Einstand und viel Freude in seinem Amt”. Zu den Geehrten, die von Sylvia T. Köhne und Martina Dubois mit Urkunde und Anstecknadel auszeichnet wurden, zählten: Ann Brab, Erich Horbach, Heinz Leuchter, Maria Liedke, Anita Quadflieg, Walter Quadflieg, Theo Scherberich, Ralf Steinweg, Peter Mitschke, Margit Kuztsche, Elisabeth Scherberich, Peter Scheeren, Horst Kahlen, Clemens Sojka, Dieter Schillings, Birgit Beckers, Hans Göbbels, Martha Müller und Siegrid Schillings. Musikalisch gestaltet wurde der Nachmittag von Pianist Roland Kramer.
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