Schöne Bescherung mit „Oh, Du nervige!“

Von: eik
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Wie geht das Volk mit Weihnachten und seinen Bräuchen um: Margret Nussbaum lieferte Antworten. Foto: eik

Baesweiler. Warum kränkeln Väter gerade an den Weihnachtstagen? Wie läuft es zur Weihnachtsfeier im Betrieb? Was hat es mit dem Selbstverwirklichungstrip von Herrn Dr. Gönndirnix auf sich? Fragen über Fragen – zu denen sich noch ganz viele mehr gesellten. Auf alle gab es aber Antworten. Verblüffende, nachvollziehbare, lustige und feinsinnige Erklärungen – von Margret Nussbaum.

„Oh, Du nervige!“ hat sie ihr persönliches „Weihnachtsspecial“ überschrieben und in der Alten Scheune des Kulturzentrums Burg Baesweiler vorgetragen.
 

Verschiedene Typen beleuchtet

Die Qualität des Nussbaum-Abends hätte glatt in die Reihe „Kultur nach Acht“ gepasst. Sozusagen als 13. Auflage. Denn die Journalistin und Buchautorin aus Setterich hat etwas ganz eigenes für ihren immer größer werdenden Anhängerkreis auf die Beine gestellt.

Typisch für sie schon der Einstieg: „Noch wenige Tage bis zum Fest. Und Sie sind heute hier. Das finde ich klasse! Denn dann gehören Sie zu den Menschen, die bereits Mitte Dezember mit den Nerven fertig waren, was den Vorteil hat, dass sie nun – kurz vor Weihnachten – keine mehr haben und somit völlig entspannt hier her gekommen sind“.

Inmitten des Abends werden Geschenke an die Gäste verteilt, es wird (natürlich) einer gemeinsam gepitscht und – selbstredend – die Typen beleuchtet, die ach so an der Vorweihnachtskrise leiden. Spätestens im Herbst an chronischer Übelkeit. Da empfiehlt die Expertin eine Radikalkur nach Medicus Gönndirnix: Dreimal täglich fünf Spekulatius zerbröseln, in Glühwein einweichen und den Brei zügig hinunter schlucken.

Es folgen weitere Rezepte und Tipps. Zum Beispiel, wer keine Lust (oder Zeit) hat fürs Plätzchenbacken oder aufs Weihnachtskonzert soll sich in den Karneval stürzen und seinen Frust wegschunkeln, -tanzen oder -singen. Es folgt der ganze Saal (Klavierbegleitung Johannes Gottwald) „Kling Glöckchen klingelingeling“ auf kölsch!

Tannenbaummuffel

Und die Erklärung, warum Papp denn nun immer an Weihnachten „krank“ wird. Ganz einfach: Er will sich die buckelige Verwandtschaft vom Hals halten. Damit geht Mutter natürlich viel souveräner um. Tannenbaummuffel, der „Terz“ in den Supermärkten, oder die Techniken des Kopfabbeißens bei den Schokoladenweihnachtsmännern: Margret Nussbaum hat alles drauf.

Bis zur betrieblichen Weihnachtsfeier, die in einem Chaos endet. Einer orgastisch ausufernden Feier, bei der sich die Leiterin der Personalabteilung am Schluss hilfesuchend an eine Psychiatrische Klinik wendet. Ihr Publikum applaudiert gerne etwas länger. Vielleicht auch, weil es ja noch bis zum nächsten Auftritt im Mai etwas dauert...

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