Baesweiler - Schnelles Internet: Telekom folgt der Deutschen Glasfaser

Schnelles Internet: Telekom folgt der Deutschen Glasfaser

Von: Karl Stüber
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„Speed-Pipe“ mit sieben Glasfasersträngen im Griff: Bürgermeister Dr. Willi Linkens prüft die Qualität der Leitungen – mit dabei Baesweilers Tiefbauamtsleiter Arndt Bleimann (r.) sowie (v.l.) Rolf Röntgen (Telekom), ITS-Geschäftsführer Dirk Pfeifferling sowie Stefan Preis (Telekom). Foto: Karl Stüber

Baesweiler. Wiederholt hatte sich die Stadt Baesweiler bei der Deutschen Telekom darum bemüht, endlich auch in Beggendorf, Loverich, Floverich und Puffendorf schnelles Internet einzurichten – vergeblich. Zwischenzeitlich war der Konkurrent Deutsche Glasfaser aktiv geworden und hatte in diesen Baesweiler Stadtteilen moderne Strukturen geschaffen.

Nun hat die Telekom doch noch für die bis zu 1900 Haushalte nachgezogen und 7,7 Kilometer moderne „Speed-Pipes“ verlegt. Das sind sieben zu einem Strang gebündelte Leerrohre, durch die mit Druckluft die Glasfaserkabel nach dem Verlegen „geschossen“ werden, wie Telekom-Baubegleiter Rolf Röntgen beim Ortstermin in Floverich erläutert.

Freude über spätes Erwachen

„Nun können die Bürger zwischen zwei Anbietern für Breitbandanschlüsse wählen“, freut sich Bürgermeister Dr. Willi Linkens zumindest über das späte Erwachen des Magenta-Riesen. Denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft – vielleicht auch zugunsten des Verbrauchers über den Preis, so die Hoffnung.

Wer allerdings von der Deutschen Telekom ab Knotenpunkt Glasfaser auch noch bis ins Haus verlegt haben will, um hier die Standardkupferleitungen zu ersetzen, muss je nach Aufwand tief in die Tasche greifen. Telekom-Regio-Manager Stefan Preis räumte ein, dass bei Interesse jeweils der Aufwand individuell ermittelt werden müsse. Aber auch ohne diesen Mehraufwand, so der Manager, würde das maximale Tempo beim Herunterladen auf „bis zu“ 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s steigen. Die Internetanschlüsse seien ab sofort buchbar.

Bürgermeister Linkens nutzte die Gelegenheit, den Vertretern der Telekom in einer anderen Sache einen Rüffel zu erteilen. Es geht um das Beseitigen von „letzten blinden Flecken“ in den eigentlich schon angeschlossenen Stadtteilen Baesweiler und Setterich. Dort sei die Telekom allein unterwegs, aber deshalb auch verpflichtet, dies zügig umzusetzen, damit wirklich alle dort die Option auf einen schnellen Netzanschluss bekommen.

„Unser Ärger besteht darin, dass die Telekom das erst für das Jahr 2020 vorsieht. Es kann nicht sein, dass gerade in den zentralen Bereichen, in denen viele Menschen wohnen, noch einige so lange warten sollen.“ Die Stadt dränge darauf, dass dies schneller realisiert wird.

Telekom-Manager Preis bedauerte dies und hielt entgegen, dass die Telekom im Gegensatz zu Mitbewerbern mit bundesweit rund 7200 ortsnahen Netzen viel mehr auszubauen habe.

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