Schnelle Reaktionszeiten bei der Jugendgerichtshilfe

Von: ehg
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Würselen. Da im Arbeitsbereich Jugendgerichtshilfe ein neues Computerprogramm eingeführt worden ist, konnte Jugendpfleger Hans Brings im jüngsten Jugendhilfeausschuss bei seinem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2009 keine Vergleichszahlen vorlegen.

So konnten die Zahlen nur für sich sprechen, ohne dass eine Entwicklung dargestellt werden konnte. Dennoch gab es ein Fazit. Brings: „Die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft, dem Jugendgericht und der Polizei war - wie in den vergangenen Jahren - sehr gut.”

Nicht nur regelmäßig stattfindenden Arbeitstreffen hätten zu schnellen und effektiven Problemlösungen beigetragen. Auch das so genannte „Diversionsverfahren” ermögliche eine zeitnahe Reaktion auf begangene Straftaten. Dabei werden dem Jugendlichen Auflagen gemacht, die in der Regel innerhalb von vier Wochen zu erfüllen sind.

In 2009 gingen bei der Jugendgerichtshilfe 280 zu bearbeitende Fälle ein. Insgesamt wurden 169 Anklageschriften bearbeitet. 55 Verfahren im Rahmen des „Diversionsverfahren” und 56 Verfahren nach folgenloser Einstellung wurden zu den Akten genommen. 246 abgeschlossene Verfahren konnten verbucht werden.

25 weibliche Täter

Da bei einigen Straftätern mehrere Anklageschriften vorlagen, hatte es die Jugendgerichtshilfe mit 112 verschiedenen Personen zu tun, wovon 25 weiblichen Geschlechts waren. Im Rahmen von „Diversionsverfahren” und Gerichtsverhandlungen wurden 224 Jugendliche und Heranwachsende aus Würselen registriert: 27 lebten zur Tatzeit in Bardenberg, 30 in Broichweiden und 48 in „Mitte”. Aus Morsbach kamen 29; 33 waren zum Tatzeitpunkt in Scherberg ansässig.

Bei den Delikten steht mit 32 Anzeigen die Körperverletzung an erster Stelle. Es folgen 22 Fälle der Erschleichung von Leistungen. 19 mal wurde Bedrohung über das „Diversionsverfahren” geahndet. Im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs wurden in 2009 zehn Fälle bearbeitet, fünf mehr als im Vorjahr. In neun der Fälle konnte ein positives Ergebnis erzielt werden.

Aus dem Opferfond, der vom „Verein zur Förderung der Jugendhilfe Würselen” verwaltet wird, wurde ein Betrag in Höhe von 1880 Euro an Schmerzensgeldern und Schadenswiedergutmachungen gezahlt. Die einzelnen Darlehen wurden überwiegend durch Ableistung gemeinnütziger Tätigkeit getilgt. Brings: „Wie in den vergangenen Jahren, war auch 2009 die Kooperation innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der Jugendgerichtshilfe positiv zu bewerten.”
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