Schmutzwasser wird teurer, dafür sinkt die Müllgebühr

Von: Stefan Schaum
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Baesweiler. Nur ein kurzes Unterfangen war die jüngste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Baesweiler. Zwar standen dort einige Gebühren auf der Tagesordnung, doch bleiben die meisten im kommenden Jahr stabil – oder sinken sogar.

„Die Gebühren müssen kostendeckend sein – aber darüber hinaus dürfen sie nicht genutzt werden, um Überschüsse zu erwirtschaften“, schickte Bürgermeister Dr. Willi Linkens der Abstimmung voraus. Soll heißen: Spart die Stadt, dann muss sie das auch so an ihre Bürger weitergeben. Weil die vergangenen Winter vergleichsweise mild waren und wenig Streugut gebraucht wurde, schlägt sich das bei der Straßenreinigungsgebühr deutlich nieder.

Die vergangenen drei Jahre wurden für den Durchschnittswert herangezogen, künftig soll die Gebühr für die Winterwartung je laufendem Meter Gebäudefront bei 58 statt bislang 99 Cent liegen. Unverändert bleibt hingegen die Gebühr für die Sommerwartung: die liegt bei 93 Cent.

Unter anderem höhere Erlöse aus der Altpapierverwertung durch die Regioentsorgung führen dazu, dass die Müllgebühren reduziert werden können. So beträgt die Jahresgrundgebühr für einen 80-Liter-Restmüllbehälter künftig 92,04 statt 105,12 Euro, jede Leerung kostet 3,60 statt 3,79 Euro.

Steigen wird die Kanalbenutzungsgebühr. Je Kubikmeter Schmutzwasser sind es 3,07 statt 2,96 Euro. Unverändert bleiben die Friedhofsgebühren. Alles wurde einstimmig beschlossen. Unterm Strich ist es für den Bürger womöglich ein Nullsummenspiel, da das Mehr beim Abwasser und das Weniger beim Müll sich je nach Verbrauch nahezu aufheben.

„Das wird sich für Privathaushalte gut ausgleichen“, sagte Linkens. Immerhin: Die Aussicht, nicht mehr zahlen zu müssen, ist angesichts mancher Haushaltslage schon was. Und das soll auch für die Steuern gelten, blickte Linkens auf die Ratssitzung in der kommenden Woche. Die muss die Gebührenänderungen beschließen – doch auch der Haushaltsentwurf für 2016 wird ein Thema sein. Linkens: „Und wir werden es schaffen, die Grund- und Gewerbesteuern nicht anheben zu müssen!“

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