Schlüsselkompetenzen sind Thema im Berufsorientierungscamp

Von: Nina Krüsmann
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Erlebten eine Woche Berufsorientierung auf Ameland: 26 Neuntklässler der Käthe-Kollwitz-Schule. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Teamfähigkeit, Pünktlichkeit, Zuhören und Selbstbewusstsein - all das sind wichtige Schlüsselkompetenzen, die im Berufsleben gefragt sind. Um ihre Oberstufenschüler neben Mathematik, Englisch und Geschichte auch in dieser Hinsicht zu befähigen, bietet die Käthe-Kollwitz-Schule seit dem vergangenen Jahr ein Berufsorientierungscamp an.

Für die Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen, Sprache und Erziehung ist dies besonders wertvoll, bieten sich bei einer längeren Klassenfahrt doch viel intensivere Möglichkeiten zu Gesprächen und gemeinsamer Arbeit als im Unterricht.

Aufs Leben vorbereiten

Finanziell gefördert wird das Projekt von der Stiftung Partner für Schule NRW und der Bundesagentur für Arbeit. „Bei der Premiere ging es nach Borkum, diesmal war Ameland unser Ziel”, erklärt Lehrerin Sigrid Cosler. Um sich auf das Leben nach der Schule und die Arbeitswelt vorzubereiten, machten sich die 26 Schüler der Jahrgangsstufe 9 also auf den Weg an die Nordsee.

Fünf herrliche Tage verbrachten die Jugendlichen auf der westfriesischen Nordseeinsel. „Wir sind viel Rad gefahren, haben eine Wattwanderung unternommen und saßen abends am Lagerfeuer”, erzählt Cosler. Besonders schön sei gewesen, dass Miteinander der jungen Leute, die wachsende Hilfsbereitschaft untereinander und das Durchhaltevermögen zu erleben.

„Für viele der Teilnehmer mit Lern- und Erziehungsschwierigkeiten ist es leider nicht selbstverständlich, dass man den anderen ausreden lässt und einander aufmerksam zuhört”, erklärt die Lehrerin, wie sich die Jugendlichen entwickelt haben. „Wir sind die unendlich vielen Stufen zum Leuchtturm hinauf gestiegen und haben gelernt, nicht aufzugeben”, berichtet der 15-jährige Thomas Faaßen.

„Auch Umgangsformen und alltägliche Verhaltensregeln standen auf dem Programm. Einige von uns haben sogar den Mut aufgebracht und lebendige Muscheln gegessen”, erzählt der 14-jährige Patrick Jaspers. Höhepunkt der Fahrt war der gemeinsame Dreh eine Kurzfilms mit dem Titel „Klassentreffen”. „Dabei konnten unsere Schüler zeigen, was in ihnen steckt und das hat ihnen richtig Spaß gemacht”, erzählt Lehrerin Julia Schauff erfreut.

Die Berufsvorbereitung ihrer Schützlinge haben die Mitarbeiter der Förderschule schon immer sehr unterstützt. Durch eine langjährige Zusammenarbeit mit Ausbildunsgbetrieben und Firmen können immer wieder Betriebsbesichtigungen und individuelle Praktika angeboten werden. Auch das Berufsorientierungscamp soll fortgesetzt werden.
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