Alsdorf - Schlimme Entwicklungen verhindern und gerecht bleiben

Schlimme Entwicklungen verhindern und gerecht bleiben

Von: Elisa Zander
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Großer Andrang bei strahlendem Sonnenschein: Die Maikundgebung der IGBCE lockte wieder viele Zuhörer in den Alsdorfer Burggarten. Reiner Hoffmann, Landesbezirksleiter der IBCE, erhielt für seine Rede große Zustimmung aus den Zuschauerreihen. Foto: Elisa Zander

Alsdorf. „Wir gehen vor!” Reiner Hoffmann, Landesbezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) Nordrhein, verband mit dem Motto der Maikundgebung vor allem eins: das Verhindern von Schlimmerem in Bezug auf die Wirtschafts- und Finanzkrise durch die gemeinsame Arbeit von Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräten. „Die Mitbestimmung sichert wirtschaftlichen Erfolg und Beschäftigung.”

Der Tag der Arbeit, der vor einem Jahrzehnt noch Tausende Demonstranten auf den Plan gerufen hatte, ist mehr und mehr zum Feiertag im wörtlichen Sinn mutiert. Auch bei der IGBCE: Bei Grillwürstchen, Kuchen und Kaltgetränken gab es dennoch die traditionelle Maikundgebung im Burggarten.

Das Regionalforum Alsdorf-Baesweiler-Herzogenrath hatte mit der IGBCE-Ortsgruppe Würselen eingeladen. Reiner Hoffmann forderte vor etwa 300 Gewerkschaftsmitgliedern und zahlreichen Lokalpolitikern nebst Vertretern von Landes- und Bundesebene „verbindliche Spielregeln für die internationalen Finanzmärkte”.

Wirksamere Kontrollen gegenüber und mehr Transparenz bei den Finanzinstituten sollten langfristige Ziele sein. Außerdem habe die Wirtschaftskrise gezeigt, dass „der Ursprung von Wohlstand die industrielle Produktion ist”. Darum müsse die Industrie auch weiterhin eine Vorreiterrolle einnehmen, dabei aber auch auf den Rückgang des CO2-Ausstoßes achten. Von daher sei ein anspruchsvoller Klimaschutz, verbunden mit aktiver Industriepolitik, unumgänglich.

Weiterhin prangerte Hoffmann die Politik von CDU und FDP auf Bundesebene an. Sowohl die Politik von „privat vor Staat” als auch das Vorhaben der Steuersenkung müsse gestoppt werden. „Wenn der FDP nichts mehr einfällt, geht sie den Bergleuten und dem Mittelstand an den Kragen”, sagte Hoffmann. Große Zustimmung erhielt der Redner auch für die Forderung nach einer Stärkung der Tarifverträge.

Und wo diese nicht greifen, brauche man gesetzliche, branchenorientierte Mindestlöhne. In diesem Zusammenhang verwies Hoffmann auf die Landtagswahlen am 9. Mai und rief zu einer hohen Wahlbeteiligung auf. Schließlich müsse man gemeinsam dafür sorgen, „dass die Rechtsextremisten nicht an Zustimmung gewinnen”.
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