Schließungen sind vielerorts ein Thema

Von: mas/gp
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Würselen/Baesweiler. Ein positives Beispiel, wie für den Ausfall einer Dorfkneipe Ersatz geschaffen werden kann, bietet Oidtweiler: Dort machte die letzte Gaststätte am Ort Ende 2010 ihre Pforten dicht.

Das Lokal Mürkens mit angeschlossenem Saal war nicht nur an den Kirmestagen beliebtes Ziel. Hier feierten die Oidtweiler ihre großen und kleinen Feste. Heute ist Mürkens Geschichte. Schnellen Ersatz fanden die fürs Feiern bekannten Oidtweiler im neu gebauten Bürgertreff am Sportplatz, der im Januar 2013 eingeweiht wurde. Hier haben die Vereine ihr neues Zuhause. Das rund 50 Quadratmeter große Vereinsheim wurde abgerissen, an gleicher Stelle der EWV-Bürgertreff mit rund 150 Quadratmeter für über 330.000 Euro gebaut. Alles mit Kräften von Concordia Oidtweiler und großer Unterstützung von weiteren Vereinen und Bürgern. Ein Gemeinschaftsprojekt, das beste Akzeptanz erfährt.

Das Kneipensterben ist in vielen Stadtteilen der Nordkreis-Kommunen ein Thema. Besonders das Vereinsleben ist stark betroffen, Treffpunkte fehlen, aber auch Foren, um sich zu präsentieren. Das hat auch die große Koalition in Würselen thematisiert und in ihrem noch vor der Sommerpause vereinbarten Vertrag festgeschrieben: „In den vergangenen Jahren sind auch in Würselen viele Gaststätten aufgegeben worden. In den Stadtquartieren fehlen daher häufig Versammlungsstätten für das gesellschaftliche Leben. Um den Zusammenhalt zu stärken, setzt die Koalition auf die Aktivierung der hohen Eigeninitiative der Menschen, Vereine und Initiativen in der Stadt. Es wird voraussichtlich nicht möglich sein, die Schaffung oder den Unterhalt von Versammlungsstätten finanziell zu unterstützen. Daher soll die Stadt allen Menschen, Vereinen und Initiativen Hilfe zur Selbsthilfe anbieten, in Form von Fachwissen und durch weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel die Schaffung von Baurecht, der Abschluss von Erbpachtverträgen usw.“

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