Schirme und gute Laune sind beim City- und Kulturfest Trumpf

Von: mabie
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Wetterkapriolen? Kein Problem: Charlotte, Guido und Leo Förster spielen weiter. Foto: Bienwald
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Das Tanzteam von Guido Kreiten bringt die Menschen in Schwung. Foto: Bienwald
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Detlef Kurmann schützt seine Auslage mit Folien. Foto: Bienwald
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Marie und Melina Dischinger freuen sich über quietschgrüne Regenmäntel. Foto: Bienwald

Würselen. Es ist doch immer das Gleiche: Da plant man mit viel Aufwand ein großes Fest, das draußen stattfindet, plötzlich verdunkelt sich der Himmel, und es schüttet wie aus Kannen. Das war auch am Sonntagnachmittag beim City- und Kulturfest in der Würselener Innenstadt nicht anders.

„Das tut mir vor allem für die Kinder leid“, sagte der Vorsitzende der Arge Würselen, Manfred Wirtz. Denn so war der Kinderflohmarkt schneller abgebaut, als den kleinen Anbietern lieb sein konnte. Doch die Düvelstädter trotzten dem Regen, und zeigten, dass selbst Ströme von Wasser ihnen nichts ausmachen konnten.

Probe unter Planen

So wie Guido Förster, der gemeinsam mit Tochter Charlotte und Sohn Leo auch mal eine halbtrockene Probe mit den Trompeten unter dem Regenschirm einlegte, ehe sich die Drei als Ensemblemitglieder der Big Band des Gymnasiums der Stadt Würselen auf der Bühne hinter dem Alten Rathaus betätigten. Der nahe Getränkewagen bot mit seinen kleinen, aber sehr wirkungsvollen Minidächern übrigens einen gern genutzten Wasserschutz. Und obwohl das kalte Nasse von oben dafür sorgte, dass viele Menschen beinahe fluchtartig die Innenstadt rund um Morlaixplatz und Kaiserstraße verließen, harrten doch einige aus.

Wer jetzt erwartet hatte, dass die Händler in regelmäßigen Abständen per Besenstiel auf dem flexiblen Dach eingelagerte Wasserblasen auf die Straße entleerten, sah sich übrigens angenehm überrascht. „Scheinbar haben alle mittlerweile auf regenfeste Pavillons und Schirme umgerüstet“, meinte Manfred Wirtz nach einem kurzen Rundgang durch die Straßen. Und wer sein empfindliches Gut schützen musste, griff wie Detlef Kurmann kurzerhand zu leichten Kunststoffplanen, die seine Holzwerke zuverlässig trocken hielten.

Vom Regen ließen sich manche Ausflügler keinesfalls abhalten, wie Andreas Dischinger mit seinen Töchtern Marie und Melina. Deren Oma Angelika Schmetz freute sich über die schicken quietschgrünen Regenmäntel, mit denen die beiden jungen Alsdorferinnen auch modisch zu überzeugen wussten. In bester englischer Regenfestigkeit standen übrigens auch die Künstler dieses feuchte Intermezzo durch.

Den perfekten Soundtrack für Leute, die an diesem Tag nicht das passende Schuhwerk ausgewählt hatten, und patschend durch die Straßen zogen, lieferte zum Beispiel die „Inde River Jazz Band“ mit ihrem tollen Jazz- und Dixiemix. Nichts falsch gemacht hatten die Besucher übrigens auf dem Morlaixplatz, wo die große Bühne nicht nur viel Musik und auch Tanz wie beispielsweise mit dem Tanzteam von Guido Kreiten bot. Hier war das im Sommer gerne auch als Sonnenschutz genutzte, große Regendach gespannt, dass wie ein Fallschirm vor dem Niederschlag schützte. Dort ließ es sich aushalten, denn neben Tanz gab es hier viel Live-Musik, beispielsweise mit „Chain of Fools“ oder der angesagten Tributeband „Lagerfeuer“.

Die durften schon am Samstagabend ran, als von Regen noch nichts zu sehen war und die Stimmung überkochte. „Da war richtig was los“, sagte Manfred Wirtz, der mit einem der vielen Schirme an diesem Sonntag das Sauwetter gelassen nahm. „Außerdem hatten wir das schon mal, beim ersten Cityfest“, erzählte er. Auch damals haben sich die Würselener nichts draus gemacht, „wir haben einfach weitergefeiert“, schloss Wirtz.

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