Würselen - „Schicksalswege“: Künstler setzt auf starke Grundstrukturen

„Schicksalswege“: Künstler setzt auf starke Grundstrukturen

Von: ehg
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Würselen. Das interdisziplinäre Kunstobjekt „Schicksalswege“ des ortsansässigen Künstlers Dieter Eichelmann ist bis Ostern in der Martin-Luther Kirche an der Bahnhofstraße zu sehen.

Im Rahmen einer Bußandacht wurde die Ausstellung des Bildzyklus‘, an dem er zwei Jahre lang gearbeitet hat, eröffnet. Dazu hieß Pfarrer Harry Haller den Künstler herzlich willkommen. Wie er in verschiedenen Sequenzen und Techniken „Lebens-, Leidens-, Kreuz- und Pilgerwege“ von einigen Mitmenschen „nachgezeichnet“ hat, darin weihte er die Besucher der Vernissage persönlich ein. Als Grundstruktur diente dem Künstler bei diesem Objekt die Spirale als Symbol. Sie bildet den Weg für ein Kreuz, das sich in 15 Schritten (Stationen) in die Mitte des Bildes bewegt. In jeweils vier Spiralsegmenten je Bildtafel ist ein kleines Foto „eingebaut“.

Menschen und Dinge an 15 verschiedenen Tagen, an 15 verschiedenen Straßen, in verschiedenen Ländern und Erdteilen sind zu sehen. An 15 verschiedenen Tagen immer den gleichen Baum, gesehen und fotografiert aus dem gleichen Fenster einer Suchtklinik in der Eifel, an 15 verschiedenen Tagen aufgenommene Idylle oder aber an 15 verschiedenen Tagen von einer Insel in der Weser bei Bremen fotografierte Örtlichkeit. „Schicksalswege“ sind von dem bildenden Künstler, der sich am „Kreisel“ in Dobach durch seine „Himmelstreppe“ ein Denkmal setzt hat, auf hohem Niveau zu Papier gebracht worden. Das Leben des Betrachters spiegelt sich in den 80 mal 80 Zentimeter großen Bildtafeln, wenn er sich nur lange genug in sie hineinversenkt.

Die Brücke von „Station“ zu „Station“ schlugen Ute Wendt und Hedi Eichelmann, indem sie lyrisch-meditative Texte aus der Feder von Christoph Leuchter rezitierten. Nicht nur sie unterstrichen bei der Vernissage die Aussagekraft der 15 Bildtafeln, von denen zwei im Altarraum und die übrigen 13 im Raum der Kirche Platz gefunden haben. Vielmehr untermalte sie auch die tänzerische Performance, die in der Choreographie von Claudia Mark von Dorothée Reul und Anne Hentrich dargeboten wurde.

In fünf Bildern von „ein.ander.zu“ wurde aufgezeigt, wie „durch die Lebensart des jeweils Anderen“ neue Sichtweisen für das eigene Leben eröffnet werden .

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