Scheunenrock: Balladen und Brachialeres

Von: Stefan Schaum
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Sie haben die Scheune der Burg Baesweiler gerockt: „Camarel“-Sängerin Michelle Kuban und „Steiger“-Frontmann Christian Görtz. Foto: Stefan Schaum
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Sie haben die Scheune der Burg Baesweiler gerockt: „Camarel“-Sängerin Michelle Kuban und „Steiger“-Frontmann Christian Görtz. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. In Baesweilers Burg ist nicht bloß Platz für Lesungen und die „Kultur nach 8“. Jüngst haben die Jusos dort ihren zweiten „Scheunenrock“ aufgezogen, bei dem es eine ganze Spur lauter zuging. Und auch das passte prima in das alte Gemäuer.

Überzeugende Auftritte hatten beide Bands des Abends zuvor bereits in Baesweiler. Unter dem Namen „Syntax Error“ hatten die Lovericher Jungs der mittlerweile „Steiger“ betitelten Band bereits 2009 bei der ersten Auflage des „CAP-Music-Contests“ gewonnen.

Die Aldenhovener Band „Camarel“ holte sich dort im vergangenen Jahr den ersten Platz. Dass sich die Bands mögen, machten sie auch optisch deutlich: Mit Shirts und Stickern der jeweils anderen Band standen die Musiker auf der Bühne.

Den Anfang machte „Camarel“ mit der Bass spielenden Sängerin Michelle Kuban. Seit 2011 ist die Band zusammen und hat ihren Sound gefunden: schnörkellosen Rock. Nicht Indie, nicht Punk, sondern einfach geradeaus gespielt.

Mit mal mehr und mal etwas weniger Gitarren, für die bei „Camarel“ Michael Heidmann und Joel Braun zuständig sind. Das Quartett komplettiert Stefan Engels. Auf Melodien legt die Band viel Wert. Vor allem in den Balladen, bei deren Vortrag Michelle Kuban den Bass an die Gitarristen weiterreichte.

Melodisches war bei „Steiger“ nicht so sehr gefragt. Härte und Tempo schon eher. Erst seit wenigen Monaten ist die Band unter neuem Namen und mit deutschen Texten unterwegs.

Voller Körpereinsatz

Das Steigerlied – zur Eröffnung vom Band eingespielt – gehört seitdem dazu. Und es blieb das einzig getragene Stück bei diesem Auftritt. Anschließend gab es vollen Körpereinsatz, den Sänger Christian Görtz schon zu „Syntax Error“-Zeiten zeigte.

Auf einem Fleck verharrte er während des Auftritts höchstens für ein paar Sekunden. Sprünge ins Publikum waren eher sein Fall. Das passte gut zum Sound der Band, der mit leichter Schräglage in Richtung Metalcore unterwegs ist.

Viel Applaus gab es für beide Bands von den jungen Zuhörern in der Scheune. Und der war auch verdient.

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