Schauspiel schweißt die Gruppe zusammen

Von: nt
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Toni besucht ihre Freundin am Krankenbett. Foto: Nadine Tocay

Baesweiler/Aachen. Der Literaturkurs der Q1 des Gymnasiums Baesweiler hat unter der Leitung von Martin Blech im Rahmen der Schultheatertage der Städteregion Aachen im Aachener DasDa-Theater seine Dernière aufgeführt.

Gruppenzugehörigkeit, Drogenkonsum, das Ende der Schulzeit – das sind die Themen, die in dem Jugenddrama „Zero“ behandelt wurden. Es geht um Schüler einer Eliteschule, die bei einer exzessiven Party ihren bevorstehenden Schulabschluss feiern. Die Party endet tragisch: Durch eine Überdosis der Modedroge „Zero“ fällt eine Schülerin ins Koma und stirbt kurze Zeit später.

Ihre Freundin Toni, eine Außenseiterin, hält dem Spott und Druck der Klassenkameraden, die sie wegen ihrer Liebe zu der Gestorbenen mobben, nicht stand und beendet ihr Leben als tragischen Höhepunkt der Abschlussfeier. „Wir wollten mit dem Stück zeigen, welche Konsequenzen Drogenkonsum und Ausgrenzung haben können“, erläuterte die Kursteilnehmerin Feyzanur Görgülü. Rund ein Drittel der Stückvorlage des Autors Peter Reul wurde von den Schülern neu interpretiert.

„Wir haben noch mehr Rollenklischees und Konfliktpunkte eingebaut“, erzählte Alica Jansen, eine weitere Kursteilnehmerin. Drogenkonsum und eine Eliteschule, das passe ja eigentlich gar nicht zusammen. Seit Oktober probten die Schüler für diese Aufführung und planten das Bühnenbild. Der Lehrer Martin Blech war besonders über die Entwicklung der Amateurschauspieler erfreut: „Es ist toll zu sehen, wie die Schüler ihren körperlichen, gestischen und sprachlichen Ausdruck bei der Annahme der Rollenidentität verändert haben.“

Auch die Teilnehmer selbst waren zufrieden mit dem Ergebnis. „Es hat Spaß gemacht, sich mal in eine Rolle hineinzudenken und nicht immer nur man selbst zu sein“, fand Alica Jansen. Und das i-Tüpfelchen sei, dass sie als Gruppe zusammengewachsen seien: „Jetzt sind wir wie eine kleine Familie.“

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