„Schafskälte” erreicht nicht das Narrenherz

Von: Vera Cornette
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Sie hatten in den Sessionen der Vorjahre alles für das heimische Brauchtum gegeben. Nun ließen es sich die Ex-Prinzen der Düvelstadt samt Begleitung vor Bardenberger Kulisse schon beim Zugstart gutgehen.

Würselen/Bardenberg. „Wann kommt denn jetzt endlich der Zug?”, möchte der siebenjährige Jens wissen und schaut seine Eltern fragend an. Es ist nur etwas über null Grad, Regen tropft beständig vom Himmel, und trotz des dicken Pelzes - Jens geht dieses Jahr als Bär zum Zugweg - friert er ein bisschen.

Die Morsbacher Straße füllt sich langsam mit Verkleideten, vom ausgefallenen Erdbeerkostüm bis zur klassischen Clowns-Maskerade ist alles dabei. Auch ein Hund wurde von seinen Besitzern verkleidet. Er soll nun unverkennbar eine Biene sein, läuft mit schwarz-gelben Umhang und einem Haarreif auf den Ohren herum.

Als die ersten Wagen zu sehen und die Karnevalsschlager zu hören sind, sagt Petra Dahmen zu ihren Töchtern Nina und Anna mit Blick auf den nassen Boden: „Ihr müsst das Süße auffangen. Wenn ihr auf der Straße sammelt, ist das schon aufgeweicht.” Diesen Rat versuchen sie zu beherzigen, während die als Hexe und Prinzessin verkleideten Mädels aus vollen Hälsen den Fußgruppen und Wagen „Alaaf” entgegen brüllen.

Doch so viel wie die als Kaninchen verkleideten Züchter, die Matrosen vom Oppen-Haaler Jungenspiel, die Karnevalsgesellschaft „Au Ülle” und die vielen weiteren Zugteilnehmer an Gummibärchen, Bonbons und Schokolade werfen, können die beiden kaum fangen.

Insgesamt ziehen 52 Gruppen durch die von gut gelaunt feiernden Karnevalisten gesäumten Straßen. Neben den traditionellen Wagen von Prinzengarde, Burggrafen und Erstem Würselener Karnevalsverein gibt es auch einige besonders fantasievolle Beiträge. Wie der des Morsbacher Kindergartens, der als Schafherde vertreten war. Irgendwie passend, bei dieser Schafskälte.
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