Schafsbockposse, Dingstuhl und Römer

Von: eska
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Rudolf Bast, 1. Vorsitzender vom Alsdorfer Geschichtsverein; Privat-Dozent Dr. Matthias Pape; Landrat a. D. Carl Meulenbergh. Foto: Nina Krüsmann

Baesweiler. Das Premierenwerk ist fertig, es ist 240 Seiten stark und voller interessanter Fakten rund um die Historie des heutigen Baesweiler Stadtgebiets: Der Geschichtsverein Baesweiler hat die Nummer 1 einer neuen Schriftenreihe herausgegeben. Im DIN-A5-Format, mit 160 teils farbigen Abbildungen.

In zehn Beiträgen spannen die Autoren einen thematischen Bogen von den Römern bis zum Plattdeutsch. So begibt sich etwa der ehrenamtliche Baesweiler Bodendenkmalpfleger Alexander Plum auf die Spuren der römischen Geschichte in und um Baesweiler.

Der Aachener Domkanoniker Matthias Goebbels (1836-1911) steht gleich zweimal im Fokus: Dr. Klaus Hardering (Leiter des Dombauarchivs Köln) widmet sich dem Kirchenmann und Kirchenmaler Goebbels, Thomas Mohr (Baesweiler) dem nicht nur künstlerischen Goebbels-Nachlass in Baesweiler. Während Dr. Thomas Bliesniewski (Köln) die alten Grabsteine des Oidtweiler St.-Martinus-Kirchhofs untersucht hat, steuert der passionierte Oidtweiler Familien- und Heimatforscher Sascha Kochs den Aufsatz „Grabinschriften auf dem alten Oidtweiler Kirchfriedhof” bei.

Sprache untersucht

Das Heimatbuch des 2002 gegründeten und derzeit 289 Mitglieder starken Geschichtsvereins Baesweiler, realisiert auch mit Unterstützung von Sparkasse und VR-Bank, hat noch mehr zu bieten: etwa Streitfälle vor dem Baesweiler Gericht am Ende des 17. Jahrhunderts. „Beschwängerte Jouffer, Schafsbockposse und Steuersäumige” hat der Baesweiler Heimatforscher und frühere VHS-Chef Klaus Peschke seinen Beitrag überschrieben.

Zum Bestreben des Geschichtsvereins unter seinem Vorsitzenden Alexander Lohe, die Vergangenheit möglichst facettenreich und ansprechend darzustellen, hat auch der Baesweiler Mundartforscher Hilger I. Schäfer seinen Teil beigetragen: Er beschäftigt sich in zwei Aufsätzen mit den Einflüssen der plattdeutschen Sprache in Baesweiler.

Die Ahnenforschung macht der Jülicher Familienforscher Detlef Braun zum Thema. Er hat „Genealogische Quellen für den Bereich des Dingstuhls Baesweiler am Beispiel der Spitzenahnen für den Namen Braun” gesucht, gefunden und beschrieben. Und der Geschichte des Reyplatzes hat sich Dr. Ulrich Schroeder (Übach-Palenberg) im neuen Heimatbuch, das in der Buchhandlung Wild (12 Euro), Kirchstraße 52, sowie bei allen Vorstandsmitgliedern (8 Euro) des Geschichtsvereins erhältlich ist, angenommen.
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