Schaffrathhaus und Kunstverein mit neuem Programm

Von: vm
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Die Kulturtreibenden von Schaffrathhaus und Kunstverein Alsdorf sowie ihre Unterstützer aus dem Rathaus demonstrieren Geschlossenheit: Renate Rinkens, Alfred Sonders, Franz-Josef Kochs, Marion Wingen, Josef Zentis, Heiner Erven, Christa Hilger-Schmaldienst, Andrea Presl, Gülderen Nisli, Ulla Schaffrath-Busch und Birgit Becker-Mannheims (v.hinten l. nach vorne r). Foto: Verena Müller

Alsdorf. Das Aufgebot von Vertretern der beiden Vereine, die den Kunst- und Kulturkalender für Alsdorf mit Leben gefüllt haben, war bei Vorstellung des Jahresprogramms groß und noch größer die Betonung der harmonischen Zusammenarbeit. Da macht einen etwas stutzig.

Sitzen hier, im Büro des Bürgermeisters, der mit seinem Kulturamt für Unterstützung gesorgt hatte, Konkurrenten oder gar ehemalige Gegenspieler zusammen? Das wohl nicht, zumal sich die Vorstände personell überschneiden. Aber der Kunstverein Alsdorf „hat keine eigene Hausnummer“, wie Vorsitzender Franz-Josef Kochs darlegte. Im Gegensatz zum Schaffrathhaus, das nicht nur eine eigene Hausnummer hat sondern sogar eine große ist, wenn man sich Räumlichkeiten und Renommee des Künstlers Ludwig Schaffrath vor Augen führt. Der Kunstverein bespielt dagegen „nur“ die Galerie der Stadthalle, muss sich zwar hinsichtlich der Qualität des Gebotenen keinesfalls verstecken, fürchtet aber, weniger wahrgenommen zu werden. Soviel zur Gemengelage.

In der Sache selbst haben die beiden neuen Partner ihr Jahresprogramm aufeinander abgestimmt und in einen gemeinsamen Flyer gegossen. Grundsätzlich freitags finden jetzt die Vernissagen des Kunstvereins, sonntags die des Schaffrathhauses statt, und man hat geschaut, dass es zu keinen Doppelbelegungen an einem Wochenende kommt. Wer für welche Veranstaltung verantwortlich zeichnet, ist an der farblichen Unterscheidung im Faltblatt zu erkennen.

Zum Teil trifft man bei den 18 Programmpunkten auf alte Bekannte, so sind etwa die beiden Fotoausstellungen des Künstlers Algirdas Milleris („Schaffrath und die Barbarakapelle“ ab dem 5. März und „ANNA. Bergbau reloaded“ ab dem 6. Oktober) auch Teil des Programms der Stadt Alsdorf anlässlich des Jahrestags der Zechenschließung.

Weitere Ausstellungen sind „Menschen“ von Viktor Stricker, einem in Alsdorf lebenden Russen, ab dem 31. März, „Blickfänger“ im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „Pillars of freedom“ ab 2. April, „En passent“ mit digitaler Bildkunst von Renate Remy aus Alsdorf ab 30. April, „Malerei, Mobile und Skulptur“ der Kölnerin Heidi Reichert mit schwebenden und tanzenden Körpern ab 2. Juni, „Entwicklungen“ des Würseleners Willi Lemke ab 11. Juni, „Plastiken, Malerei und Radierungen“ von Stephanie Binding, Tochter von Wolfgang Binding, der beispielsweise durch Skulpturen im Alsdorfer Stadtbild bekannt ist, ab 8. September sowie „Zerrissen zwischen Stadt und Symbiose“ von Kiki Bragard ab 5. November.

Am 24. Juni geht es außerdem zum Zentrum für verfolgte Künste in Solingen. Mit gelistet sind auch die Ausschreibung des Kunststipendiums „Kunst für Alsdorf 2017 – Halden bleiben“ ab 1. März und die „Offenen Alsdorfer Atelierhäuser (OAAH) im Gymnasium Ofden vom 25. bis 27. August, in deren Rahmen auch die Preisverleihung des Stipendiums stattfindet. Die Ausstellung mit der Siegerpräsentation ist noch offen.

Aber nicht nur schaffenden Künstlern wird Raum gegeben, auch Kleinkunst hat ihren Platz: Pianomusik mit Oliver Wessel (25. März), Musikabend mit Franz Brandt und Johannes Flamm (20. Mai), das Schlagsaiten-Quintett mit „Gypsylatinswingpunks“ (14. Oktober) und Schaffrathhaus-Langzeitunterstützer Dieter Kas-pari mit der „Blues Bajásch“ (2. Dezember).

Bürgermeister Alfred Sonders lobte die „große Vielfalt und das hohe Niveau“ und formulierte den Wunsch, mit dem Programm vielleicht einen potenziellen Sponsor motivieren zu können, die Kulturschaffenden zu unterstützen.

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