Schäferhundeverein: Zukunft gesichert?

Von: Verena Müller
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An der Kreuzung der Landstraße 223 und der K1 gelegen: Die Niederbardenberger Ortsgruppe des Schäferhundevereins, mit Sportfläche und Vereinsheim. Foto: Verena Müller
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An der Kreuzung der Landstraße 223 und der K1 gelegen: Die Niederbardenberger Ortsgruppe des Schäferhundevereins, mit Sportfläche und Vereinsheim. Foto: Verena Müller

Herzogenrath. Hans Cülter ist zufrieden, ja, geradezu zuversichtlich, und das kam selbst für ihn überraschend. Aber das Gespräch, das er kürzlich mit seinem Vorstand und der Herzogenrather Verwaltungsspitze geführt hat, lässt ihn optimistisch in die Zukunft des Niederbardenberger Schäferhundevereins blicken.

So, wie es aussieht, wird der Verein also auch künftig – nach der Erneuerung der L223, die das Vereinsgelände tangiert – in Niederbardenberg präsent sein, wenn auch nicht mehr am angestammten Platz.

„Herr Philippengracht war direkt auf unserer Seite. Das war sehr seltsam, denn das waren wir gar nicht gewohnt“, sagt Cülter. Das rund anderthalbstündige Gespräch fand hinter verschlossenen Türen statt, die Presse war nicht erwünscht.

Die Verwaltung, neben dem Ersten Beigeordneten und Stadtkämmerer, Hubert Philippengracht, Bürgermeister Christoph von den Driesch und dem Technischen Beigeordneten, Ragnar Migenda, habe „volle Unterstützung in allen Belangen“ des Vereins zugesagt – und dabei in erster Linie, sich mit Straßen NRW in Verbindung zu setzen.

Dass auch in Zukunft ein Vereinsheim notwendig sei und ausreichend Raum finde, habe man dem Verein zuerkannt, so Cülter.

Ragnar Migenda bestätigt die von Cülter genannten Gesprächsinhalte: „In einem konstruktiven Gespräch wurde ein Ausweichgrundstück festgelegt, welches in unmittelbarer Nähe zum alten Grundstück liegt“, so der Technische Beigeordnete. Die Zuständigkeiten lägen jetzt bei Straßen NRW. Die Stadt wolle das Vorhaben aber positiv begleiten.

Er, Migenda, suche in Kürze das Gespräch mit Straßen NRW. „Ich bin zuversichtlich, dass das neue Grundstück zu einer neuen Heimat wird.“ Es sei der Stadt ein besonderes Anliegen, auch weil im Verein überregionale Mitglieder vertreten seien. „Der Verein leistet einen guten Beitrag für die Vereinslandschaft“, so Migenda abschließend.

Hintergrund: Wenn die L223 erneuert und teilweise mit Lärmschutzwänden versehen wird, tangiert der Bau das Gelände des Vereins. Es verkleinert sich. Ursprünglich war dem Verein eine Ausweichfläche versprochen worden, die aber in den jüngsten Plänen von Straßen NRW nicht mehr auftauchte und von dem bei einer Informationsveranstaltung im März dieses Jahres nicht mehr die Rede war.

Die Erklärung, kurz zusammengefasst: ein Versehen. Jedenfalls sollte der Verein nicht von der Landkarte gestrichen werden, versicherte der Landesbetrieb auf Nachfrage unserer Zeitung. Vorgesehen war und ist eine Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft der jetzigen Trainingswiese für Hunde. Straßen NRW würde das Land kaufen, an die Stadt Herzogenrath übertragen und diese die Parzelle dann dem Verein zur Verfügung stellen.

Aber das ist noch ferne Zukunftsmusik, denn derzeit steht noch nicht einmal die Finanzierung für die Erneuerung der Landstraße zwischen Birk und dem Schulzentrum.

Bei Straßen NRW nachgefragt, ob die von der Stadt Herzogenrath versprochene Kontaktaufnahme inzwischen erfolgt sei, verneinten Wulf von Katte von der Außenstelle Würselen und Bernd Egenter, Chef der Regionalniederlassung Euskirchen, als Vorgesetzter. Es gebe seit der letzten Berichterstattung (9. März 2017) keinen neuen Kenntnisstand. „Uns ist bewusst, dass unser Plan dort über die Fläche geht“, so Egenter. Er habe mit dem Vereinsvorsitzenden, Cülter, bereits nach der Bürgerversammlung länger telefoniert und zugesagt, „dass sich die Sache schon entwickeln wird“. Der (noch) Eigentümer der alternativen Fläche, auf die der Hundesportverein ausweichen könnte, habe außerdem bislang nicht signalisiert, dass er seinen Grund nicht veräußern wolle, sagte Egenter weiter. Deshalb sei er zuversichtlich, dass der Wechsel gelinge.

Hans Cülter: „Mit wem auch immer Herr Egenter telefoniert hat – mit mir jedenfalls nicht.“

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