„Sauberes Alsdorf“: Frühjahrsputz für eine ganze Stadt

Von: Stefan Schaum
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Wir packen an: Bei der Aktion „Sauberes Alsdorf“ greifen auch Bürgermeister Alfred Sonders, Ordnungsamtsleiter Jürgen Kochs, Stadtmarketing-Vereinsvorsitzender Peter Steingass, Holger Frings, Abfallentsorgungs-Fachmann im Bereich Technische Dienste, Stadtmarketing-Vereinsbeisitzer Nijaz Ganic, Erster Beigeordneter Rallf Kahlen und Stephan Maaßen, kaufmännischer Leiter der Technischen Dienste (v.l.), zur Sammelzange. Foto: Schaum

Alsdorf. Besser geht es immer. Sauberer auch. Und deshalb werden wieder viele Hundert Alsdorfer die Ärmel hochkrempeln und bei der Aktion „Sauberes Alsdorf“ mit Müllsammelzangen und Säcken losziehen. Obwohl die Aktion bei den bisherigen sieben Auflagen bereits viel Wirkung gezeigt habe, wie Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders betont.

„Ich sehen an vielen Stellen in der Stadt ganz deutlich, dass längst nicht mehr so viel Müll in der Landschaft landet, wie das mal der Fall war.“ Und das, fügt er hinzu, höre er auch von den Bürgern immer wieder. Während die Zahl der Helfer kontinuierlich gestiegen sei – rund 1000 waren es im vergangenen Frühjahr – sei die Müllmenge stetig gesunken.

Dennoch wollen die Macher an der Aktion festhalten, zumal sie nicht bloß dauerhaft für Sauberkeit sorgen, sondern auch das Wir-Gefühl stärken soll, wie Peter Steingass, Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins unterstreicht. „Der Wunsch nach Sauberkeit ist etwas, das die Bürger quer durch alle Stadtteile verbindet, da herrscht eine ganz große Einigkeit, die dem Gemeinschaftsgefühl insgesamt gut tut.“

Vereine und Schulklassen

Und so soll die gemeinsame Aktion von Stadt und Stadtmarketing-Verein auch diesmal wieder etwas sein, an dem sich Privatleute und Vereine, Schulklassen und Kita-Gruppen beteiligen können. In allen Ortsteilen wird es im Lauf der Aktionswoche vom 22. bis 27. April Termine und Sammelstellen geben (siehe Infobox). Deutlich gesunken sei die Zahl der großen Fundstücke, die eigentlich auf den Sperrmüll gehören. „ Es ist bei den Menschen angekommen, dass es in Alsdorf ganz flexible und kostenlose Abfuhrtermine dafür gibt“, sagt Alfred Sonders. Mofas, Kühlschränke und Autoreifen, wie die Helfer sie beim Auftakt der Aktion im Jahr 2007 des öfteren fanden, gehören heute nicht mehr zur „Ausbeute“.

Doch immer noch findet sich so manches. Insgesamt acht Tonnen wilder Müll mussten im vergangenen Jahr in Alsdorf auch vom Eigenbetrieb Technische Dienste beseitigt werden – bei einem finanziellen Aufwand von rund 500 000 Euro. Weil das freilich zu Lasten jedes einzelnen Bürgers geht, appelliert Sonders, Zivilcourage zu zeigen. „Wer einen Müllsünder ertappt, der sollte ihn konsequent beim Ordnungsamt melden.“ Dort sei man in der Vergangenheit diesbezüglich recht erfolgreich gewesen, was das Verhängen von Bußgeldern betreffe.

Wer mitsammelt, der soll auch belohnt werden. Und wieder geht es dabei auch um das Wir-Gefühl, wenn zum Abschluss der Aktion der Denkmalplatz zum Treffpunkt für alle Helfer wird. Dabei steht auch das Deutsche Rote Kreuz parat und wird wie in den vergangenen Jahren Erbsensuppe verteilen. Auch ein Gericht für muslimische Helfer soll im Angebot sein.

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